Thomas Müller glaubt an EM-Titel und lobt Nagelsmann

Fußball-Nationalspieler Thomas Müller ist sich sicher, dass Deutschland gute Chancen auf den Europameister-Titel hat und das Turnier im eigenen Land gewinnen kann.

„Ja, das können wir absolut“, erklärte die Bayern-München-Legende im Gespräch mit ntv.de. Die Voraussetzungen seien gut, findet der 34-Jährige, der seit seinem elften Lebensjahr beim FC Bayern München spielt. Dabei bescheinigte Müller Nationaltrainer Julian Nagelsmann gute Arbeit. Dieser habe die Nationalelf wieder in die Spur gebracht. Nagelsmann habe auch gezeigt, dass er in der Lage sei, notwendige Korrekturen vorzunehmen. „Jeder verändert sich ständig. Immer wieder versucht man, Nuancen anzupassen, um noch erfolgreicher zu sein“, sagte Müller. Zwar entscheide im Fußball am Ende nun mal alleine das Ergebnis, Nagelsmann hätte aber beste Bedingungen geschaffen. „Gerade der Prozess nach den Novemberländerspielen, wo wir zwei krachende Niederlagen einstecken mussten, bis hin zu den März-Länderspielen und der Umstrukturierung des Kaders, da hat sich das Team um Julian schon viele Gedanken gemacht“, so Müller.

Für Müller selbst ist die Kommunikation der entscheidende Erfolgsfaktor im Fußball. „Im Team ist eine klare Kommunikation unabdingbar, nur dann funktioniert’s“, so Müller. So brauche jede Mannschaft einen klaren Plan und klare Absprachen, „sonst geht das in die Hose“. Für die jungen Nachwuchstalente hat Müller zwei Ratschläge parat: Darauf zu achten, dass der Spaß nicht verloren geht. Und aus der Komfortzone herausbewegen. „Ich stelle fest, dass dieser Spaß an der Arbeit, dieses ‚Leidenmüssen‘, diese Vorbereitungen, wo man den Körper auch mal schinden muss, den extra Meter zu gehen – das zahlt sich am Ende einfach aus. Oder sagen wir es so herum: Wenn du das nicht machst, dann schließt du aus, an der Spitze bestehen zu können. Wenn du die Extra-Meile aber gehst, dann gibst du dir die Chance, erfolgreich sein zu können. Das gibt dir natürlich keine Garantie, weil andere das genauso handhaben, weil sie auch an ihre Grenzen gehen, über ihre Schatten springen oder den inneren Schweinhund besiegen wollen. Aber: Es ist wichtig, diese tägliche Freude, an dem was man macht, zu spüren.“

Für die Spieler, die nun nicht im Kader für die Europameisterschaft stehen, hat Müller dagegen keinen Rat. Oder Trost. „Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, leider“, sagte er gegenüber ntv.de. „Dieses Ereignis, diesen Höhepunkt, vor allem in Deutschland, den kannst du mit Argumenten nicht wegzaubern, und dementsprechend kann man den Nichtnominierten leider auch nicht viel helfen.“

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