Fahrgäste in Augsburg müssen sich am Montag, 2. Februar, auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat zu ganztägigen Warnstreiks bei den Stadtwerken Augsburg (swa) aufgerufen. Je nach Beteiligung der Beschäftigten könnte der Betrieb von Bussen und Straßenbahnen stark reduziert oder komplett eingestellt werden.
Vom Streikaufruf betroffen sind alle Beschäftigten und Auszubildenden, die unter den Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) fallen. Dazu zählen neben dem Fahrpersonal auch Mitarbeitende in Werkstätten sowie in der Verkehrslenkung. Wie viele dem Aufruf folgen werden, ist im Vorfeld nicht absehbar. Nach Erfahrungen aus früheren Warnstreiks rechnen die swa jedoch damit, dass kein verlässlicher Linienverkehr angeboten werden kann. Ein Notfahrplan lässt sich aufgrund der unsicheren Lage nicht erstellen.
Nur wenige Linien könnten verkehren
Im Gegensatz zu anderen Großstädten sind in Augsburg nur wenige Buslinien an externe Unternehmen vergeben. Daher besteht lediglich auf einzelnen Strecken die Chance auf einen eingeschränkten Betrieb. Dazu zählen die Stadtteillinie 21 im Bärenkeller, die Linie 38 in Göggingen, Inningen und Bergheim sowie teilweise die Linien 24 und 25 in Haunstetten. Diese Verbindungen werden von privaten Busunternehmen bedient, die nicht vom Streik betroffen sind. Ein kurzfristiger Einsatz externer Busse auf swa-Linien ist allerdings nicht möglich, da technische Voraussetzungen fehlen und das Fahrpersonal speziell geschult sein muss.
swa empfehlen alternative Verkehrsmittel
Die Stadtwerke bitten ihre Fahrgäste, sich frühzeitig auf die Situation einzustellen und – wenn möglich – auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Als Alternativen bieten sich Busse des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbunds (AVV) sowie Regionalbahnen an. Dort ist jedoch mit einem deutlich höheren Fahrgastaufkommen zu rechnen.


