Das Polizeipräsidium Unterfranken präsentierte kürzlich seinen Sicherheitsbericht für das Jahr 2025. Polizeipräsident Detlev Tolle, Leitender Kriminaldirektor Manuel Rösch und Polizeirat Tobias Rupp stellten die Polizeiliche Kriminal- und Verkehrsstatistik für den Regierungsbezirk vor.
Rückläufige Kriminalitätsentwicklung in Unterfranken
Im Jahr 2025 verzeichnete das Polizeipräsidium 49.012 Straftaten in Unterfranken. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr mit 50.196 Fällen einen Rückgang um 1.184 Straftaten. Die Aufklärungsquote stieg von 70,1 % auf 71,3 %. „Sie belegt, wie professionell die Ermittlungsarbeit meiner Kolleginnen und Kollegen ist“, so die Polizeiführung. Eine wichtige Rolle spielt die hohe Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv an der Fallaufklärung zu beteiligen.
Die Häufigkeitszahl sank von 3.817 auf 3.716 Straftaten pro 100.000 Einwohner, was ein im bayerischen Vergleich niedriges Niveau darstellt. Diese Zahlen unterstreichen die Sicherheit, die Menschen in Unterfranken genießen.
Entwicklung in den kreisfreien Städten und Landkreisen
In den kreisfreien Städten Aschaffenburg und Schweinfurt stiegen die Fallzahlen 2025 um 13,2 % und 0,8 %, während sie in Würzburg um 10,6 % sanken. Die Aufklärungsquoten liegen zwischen 70,9 % und 73,4 %, über dem bayernweiten Durchschnitt.
Die Landkreise Haßberge, Aschaffenburg und Miltenberg verzeichneten Anstiege zwischen 1,8 % und 9,0 %, während die Fallzahlen in den Landkreisen Main-Spessart, Kitzingen, Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Würzburg und Schweinfurt um 1,8 % bis 12,8 % zurückgingen.
Verkehrsunfallentwicklung in Unterfranken
Die Anzahl der Verkehrsunfälle sank auf 37.773, während die Zahl der Verletzten auf 4.475 anstieg. Tödliche Unfälle erhöhten sich auf 59, was ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Überhöhte Geschwindigkeit bleibt die Hauptursache für schwere und tödliche Unfälle. Für 2026 legt die Polizei einen Schwerpunkt auf das Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“.
Ein Höchststand wurde bei Rad- und Pedelec-Unfällen mit 1.617 Fällen erreicht. Hier starben 4 Radfahrer, von denen drei keinen Helm trugen, wobei die Zahl der Verletzten gestiegen ist. Auch die Unfälle mit Senioren und Elektrokleinstfahrzeugen verzeichneten neue Höchststände.
Das Polizeipräsidium Unterfranken setzt im Jahr 2025 einen Schwerpunkt auf die Thematik „Fahrtüchtigkeit“. Der Bereich der Drogenfahrten verzeichnete mehr Anzeigen als der Bereich der Alkoholunfälle – ein besorgniserregender Trend, auf den auch 2026 mit verstärkten Verkehrskontrollen reagiert wird.
Ein weiterer Bericht zu Sicherheitsaspekten in Unterfranken und ganz Bayern finden Sie in diesem Artikel.





