Freilassing – Am Mittwoch führte die Bundespolizei Freilassing auf einem grenzüberschreitenden Einreisezug eine Kontrolle durch, die eine unerwartete Wendung nahm. Ein 19-jähriger Ukrainer, der weder über gültige Ausweisdokumente noch einen Fahrschein verfügte, wurde zur weiteren Klärung der Sachlage auf die Dienststelle gebracht.
Ukrainer mit 13 Fahndungstreffern
Bei der Auswertung der Fingerabdrücke des Mannes kamen insgesamt 13 Fahndungstreffer zum Vorschein. Diese beinhalteten mehrere Aufenthaltsermittlungen diverser Staatsanwaltschaften wegen verschiedener Delikte, darunter Körperverletzung, Diebstahl und Beleidigung. Zusätzlich entdeckten die Beamten bei der Durchsuchung des Mannes sowie seiner Habseligkeiten eine Visa-Karte, eine Hotelkarte und eine Versicherungskarte, die auf eine andere Person ausgestellt waren. Eine schlüssige Erklärung hierzu blieb aus.
Unkooperatives Verhalten und Einreiseverweigerung
Während seines Aufenthalts auf der Dienststelle verhielt sich der Ukrainer unkooperativ und beleidigte die Bundespolizisten mehrfach. Gegen den 19-Jährigen laufen nun strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten unerlaubten Einreise, Beleidigung, Unterschlagung und des Erschleichens von Leistungen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde ihm die Einreise nach Deutschland verweigert, und er wurde nach Österreich zurückgeschickt.


