Eine 86-jährige Fußgängerin ist nach einem Zusammenstoß mit einem Lkw in Obersendling gestorben. Der Unfall ereignete sich am Dienstag, 13. Oktober 2026, gegen 15:50 Uhr an der Kreuzung Zielstattstraße und Murnauer Straße.
Nach derzeitigen Erkenntnissen fuhr ein 29-Jähriger mit einem Mercedes-Lkw bei Grün an, um in die Murnauer Straße einzufahren. In diesem Moment überquerte die Seniorin die Fahrbahn unmittelbar vor dem Lastwagen. Es kam zu einem frontalen Zusammenstoß, bei dem der Lkw die Frau überrollte.
Die 86-Jährige wurde schwerst verletzt in ein Krankenhaus gebracht und starb dort später an ihren Verletzungen. Eine Gutachterin wurde zur Unfallaufnahme hinzugezogen. Die Unfallstelle war für rund drei Stunden in beide Richtungen gesperrt, dadurch kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Münchner Verkehrspolizei übernahm die weiteren Ermittlungen.
Bedrohungen und Festnahmen in München
In einem Einkaufszentrum in Riem bemerkte ein Mitarbeiter am Dienstagnachmittag, dass einem 31-Jährigen wiederholt ein Messer aus einer Tasche fiel. Als der Mitarbeiter ihn darauf ansprach, zog der Mann das Messer und hielt es vor sich. Der 40-jährige Mitarbeiter nahm ihm das Messer ab und führte ihn aus dem Elektrogeschäft.
Anschließend soll der 31-Jährige in einem Lebensmittelladen ein weiteres Messer gestohlen haben. Damit kehrte er vor das Elektrogeschäft zurück. Ein Sicherheitsdienst fixierte ihn, bis die Polizei eintraf. Beide Messer wurden sichergestellt. Der Mann wurde wegen Bedrohung und Diebstahls angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Am Sendlinger-Tor-Platz stellte eine Polizeistreife gegen 12:15 Uhr zwei Männer fest, die aus bislang unbekannter Ursache stritten. Ein 32-Jähriger hielt dabei offen ein Messer in der Hand. Er legte es beim Einschreiten der Beamten weg und ließ sich widerstandslos festnehmen. Nach aktuellem Ermittlungsstand soll er den 42-Jährigen mit dem Messer bedroht haben. Der Tatverdächtige wurde in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht und soll einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt werden.
Graffiti an Autobahnbrücke: Vier Tatverdächtige festgenommen
In Ramersdorf-Perlach meldete ein Zeuge gegen 1:15 Uhr mehrere maskierte Personen, die eine Autobahnbrücke der A8 auf Höhe der Peralohstraße großflächig besprühten. Die vier Personen flüchteten beim Eintreffen der Polizei in Richtung Peralohstraße und in ein Wohngebiet.
Drei Tatverdächtige wurden unmittelbar festgenommen. Ein vierter wurde mithilfe einer Polizeidrohne im Umfeld entdeckt und kurz darauf ebenfalls festgenommen. Die vier deutschen Staatsangehörigen sind zwischen 17 und 21 Jahre alt und haben ihren Wohnsitz in München.
Bei ihnen fanden die Einsatzkräfte unter anderem Spraydosen, Sticker, Mundschutzmasken und Fanschals. Im Tatortbereich wurden außerdem Farbroller und Farbeimer entdeckt. Ein VW-Pkw wurde den Tatverdächtigen zugeordnet; bei der Durchsuchung fanden sich darin weitere Spraydosen. Die Gegenstände wurden sichergestellt, der Pkw wurde in Verwahrung genommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsuchte die Polizei anschließend die Wohnungen der vier Männer und stellte dort weitere Sticker und Spraydosen sicher.
Nach aktuellem Ermittlungsstand steht die Sachbeschädigung im Zusammenhang mit der Fanzugehörigkeit der Tatverdächtigen zu einem örtlichen Fußballverein.
Brand in Pasing und Diebstahl eines Wohnmobils
In Pasing brannte am Dienstag gegen 8:45 Uhr eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Der Bewohner und sein Kind konnten außerhalb der Wohnung angetroffen werden. Die Feuerwehr löschte das Feuer gegen 9:35 Uhr, während die Polizei das Umfeld absperrte.
Es entstand ein Sachschaden von etwa 100.000 Euro. Wegen eines zerstörten Zimmers und Rauchgasschäden in den übrigen Räumen ist die Wohnung nicht mehr bewohnbar. Der Bewohner und das Kind wurden wegen einer Rauchgasintoxikation vor Ort behandelt, mussten aber nicht ins Krankenhaus. Als Brandursache kommt nach derzeitigen Erkenntnissen möglicherweise ein technischer Defekt eines Geräts infrage.
In Hadern wurde zudem ein Wohnmobil gestohlen. Der 67-jährige Besitzer hatte den Fiat am Sonntag gegen 16 Uhr in der Kriegerheimstraße abgestellt. Im Fahrzeug befanden sich bereits Reisegepäck und zwei Pedelecs, da der Mann damit in den Urlaub fahren wollte. Als er am Dienstag gegen 11 Uhr losfahren wollte, stellte er den Diebstahl fest.
Das Wohnmobil wurde trotz Fahndungsmaßnahmen bislang nicht gefunden. Der Gesamtwert wird auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt. Hinweise zu dem Diebstahl nimmt das Polizeipräsidium München unter 089/2910-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Zigarettenautomat in Hadern gesprengt
Gegen 17:50 Uhr meldete ein Anrufer in der Waldwiesenstraße einen lauten Knall und einen aufgesprengten Zigarettenautomaten. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand wurde der Automat mit einem pyrotechnischen Gegenstand gesprengt. Der bislang unbekannte Täter flüchtete in unbekannte Richtung.
Es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb ohne Hinweise auf den Täter. Die Feuerwehr brachte den Automaten zur Polizeiinspektion, wo er verwahrt wird. Zeugen, die im Bereich Haderunstraße, Waldwiesenstraße, Gelbhofstraße oder den angrenzenden Grünflächen etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich unter 089/2910-0 zu melden.
Wechsel an der Spitze der 3. Einsatzhundertschaft
Bei der 3. Einsatzhundertschaft der Münchner Polizei hat Polizeirat Michael Balk zum 1. September die Leitung übernommen. Er folgt auf Polizeioberrat Patrick Bieber, der nach neun Jahren an der Spitze des USK München stellvertretender Leiter des Abschnitts West wurde. Zu seinem neuen Aufgabenbereich gehört unter anderem die polizeiliche Vorbereitung und Betreuung von Großveranstaltungen in der Allianz Arena und im Olympiapark.
Balk begann seine Polizeilaufbahn 2011 in der zweiten Qualifikationsebene und wechselte 2012 im Direkteinstieg in die dritte Qualifikationsebene. Nach seinem Studium war er unter anderem bei den Polizeiinspektionen 13 und 16, im Abschnitt Mitte, beim Kommissariat 44, in der Unterabteilung E2, bei der Polizeiinspektion 47 und als Höherer Beamter vom Dienst eingesetzt. Von 2022 bis 2024 studierte er an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster.
Das USK wird im Stadtgebiet München vor allem bei besonderen Einsatzlagen, Versammlungen, Fußballspielen und Großveranstaltungen eingesetzt. Im Jahr 2025 kamen die Züge der Einheit auf mehr als 3.900 Einsätze für die Einsatzzentrale und 107 geschlossene Einsätze. Bis Ende August 2026 waren es 2.668 Einsätze für die Einsatzzentrale und 71 geschlossene Einsätze.
Bei einem feierlichen Amtswechsel am 13. Oktober wurde Balk offiziell vorgestellt. Polizeipräsident Thomas Hampel dankte Bieber für dessen Arbeit, zu der unter anderem die Einführung ballistischer Schutzausrüstung und die Aufstellung eines vierten Einsatzzuges gehörten.
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