Die Adenauerbrücke, die zentrale Verkehrsverbindung zwischen Neu-Ulm und Ulm, wird umfassend erneuert. Mit täglich rund 94.000 Fahrzeugen ist sie eine der meistbefahrenen Brücken der Region. Nach über 70 Jahren wird die alte Konstruktion nun durch einen modernen und leistungsfähigen Neubau ersetzt.
Spatenstich für ein zukunftsweisendes Bauprojekt
Den offiziellen Startschuss für das 80-Millionen-Euro-Projekt gaben Vertreter aus Bund und Ländern: Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann, Gerhard Rühmkorf vom Bundesverkehrsministerium und Prof. Dr. Wüst vom Bayerischen Verkehrsministerium. Die Maßnahme ist Teil eines bundesweiten Programms zur Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, der durch Prof. Dr. Wüst vertreten wurde, betonte die Bedeutung des Projekts: „Eine leistungsfähige Infrastruktur ist essenziell für die Zukunft. Mit der neuen Adenauerbrücke setzen wir rechtzeitig auf eine sichere und nachhaltige Lösung.“
Mehr Verkehrssicherheit und Lärmschutz
Die neue Brücke wird als Stahlverbundkonstruktion mit einer Länge von 130 Metern errichtet. Neben einer besseren Verkehrsführung durch zusätzliche Verflechtungsstreifen pro Fahrtrichtung wird auch die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöht. Hierfür sind drei Meter breite Geh- und Radwege sowie eine separate Fußgänger- und Radlerbrücke geplant.
Zum Schutz der Anwohner werden Lärmschutzwände mit bis zu sieben Metern Höhe errichtet. Verkehrsminister Winfried Hermann hob hervor, dass mit diesem Projekt Versäumnisse aus der Vergangenheit korrigiert werden: „Bei der Planung wurden diesmal alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt. Das ist ein wichtiger Schritt für eine moderne Mobilität.“
Finanzierung und Bauablauf
Die Finanzierung des Projekts teilen sich der Bund und die DB Netz AG. Die Hälfte der Kosten übernimmt der Bund, während die DB Netz AG als Baulastträger des darunter verlaufenden Schienenwegs den restlichen Anteil trägt.
Während der Bauzeit bleibt der Verkehr weitgehend aufrechterhalten. Eine innovative Bauweise ermöglicht es, die bestehende Brücke in Längsrichtung zu trennen und den neuen Überbau seitlich zu verschieben. Zusätzlich sorgt eine temporäre Brücke für Fußgänger und Radfahrer für eine durchgängige Verbindung.
Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing unterstrich die langfristige Bedeutung der Maßnahme: „Die Modernisierung unserer Infrastruktur hat höchste Priorität. Wir sorgen für eine verlässliche Verkehrsfinanzierung, um Mobilität und Wirtschaftskraft zu sichern.“
Fertigstellung rechtzeitig zur Landesgartenschau 2030
Die Bauzeit beträgt rund vier Jahre, sodass die neue Adenauerbrücke rechtzeitig vor der Landesgartenschau 2030 in Ulm fertiggestellt wird. Eine detaillierte Visualisierung des Bauablaufs ist auf der Webseite des Staatlichen Bauamts Krumbach abrufbar.





