Mit einem stark reduzierten Kader mussten die Bundesliga-Basketballerinnen der Eigner Angels Nördlingen in Hannover eine klare 56:79-Niederlage hinnehmen. Die Personalsituation spitzt sich weiter zu und bereitet mit Blick auf die kommenden Aufgaben große Sorgen.
Während andere Bundesligisten ihre Kader punktuell verstärken, bangt der einzige bayerische Erstligist im Frauenbasketball weiterhin um eine spielfähige Mannschaft. Das Verletzungspech bleibt den Nördlingerinnen treu: Zum ohnehin dünnen Aufgebot kamen weitere Ausfälle hinzu. Lediglich sieben gesunde Spielerinnen sowie die angeschlagene Nicole Fransson traten die lange Reise nach Niedersachsen an. Trotz großer Motivation wurden die Angels angesichts der schwierigen Voraussetzungen jedoch bald auf den blauen Gummiboden der Basketball-Realität zurückgeholt.
Starkes Auftaktviertel reicht nicht
Dabei begann die Partie durchaus aussichtsreich: Ashby und Kucowski punkteten früh, Ndi zeigte sich unbeeindruckt von Hannovers 2,02 Meter großer Centerin Manala. Doch zahlreiche gut herausgespielte Würfe fanden nicht ihr Ziel, zudem blieben an der Freiwurflinie viele Punkte liegen. Hannover nutzte diese Schwächen konsequent und setzte sich bis zur ersten Viertelpause auf 25:18 ab.
Mit zunehmender Spieldauer machte sich die kurze Rotation bemerkbar. Dennoch hielten die Angels engagiert dagegen, zeigten sehenswerte Offensivaktionen und leisteten sich abgesehen von den Freiwürfen und einer hohen Turnover-Quote nur wenige Schwächen im Angriff. „Mit etwas mehr Treffsicherheit aus der Distanz hätte der Halbzeitrückstand von 31:45 deutlich geringer ausfallen können“, analysierte Coach Kuusi. Defensiv stemmten sich die Gäste mit großem Einsatz gegen die Überlegenheit des US-Duos Dwyer und Brown, fanden jedoch kein dauerhaftes Mittel.
Hoffnungsschimmer im dritten Viertel
Frisch aus der Kabine präsentierten sich die Rieserinnen zunächst hochkonzentriert. Die Kräfte schienen noch zu reichen, der Rückstand schrumpfte zeitweise auf einen einstelligen Wert. Auch der gesundheitlich angeschlagene Coach Kuusi zeigte sich zufrieden. Besonders Chanel Ndi überzeugte mit einer makellosen Trefferquote aus dem Feld. Doch ein plötzlicher mehrminütiger Blackout wurde von Hannover eiskalt mit einem 10:0-Lauf bestraft – die Vorentscheidung war gefallen.
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Kräfteverschleiß im Schlussabschnitt
Zu Beginn des Schlussabschnitts war klar erkennbar, dass der Kräfteverschleiß seinen Tribut forderte. In der Defense taten sich große Lücken auf, offensiv fehlte zunehmend die Durchschlagskraft. Angesichts der personellen Umstände war dieser Einbruch kaum zu vermeiden.
Am kommenden Wochenende wartet mit ALBA Berlin der nächste Hochkaräter auf die Eigner Angels. Trotz anhaltender Personalsorgen wird man in Nördlingen die Köpfe nicht hängen lassen und versuchen, dem Deutschen Meister von 2024 so gut wie möglich Paroli zu bieten.



