Unter der Woche hatte der FC Augsburg seinen Trainer gewechselt, der Erfolg stellt sich bereits im ersten Spiel ein. Am Samstagnachmittag gewann der FCA verdient gegen Vizemeister Leverkusen mit 2:0.
Nachdem die erfolglose Zeit unter Sandro Wagner am Montag zu Ende gegangen war, versuchte sich der FC Augsburg am Samstagnachmittag mit einem Neustart. Mit Manuel Baum an der Seitenlinie wollte man zurück in die Spur finden.
Alte Mittel führen zu Erfolgen
Baums erste Maßnahme: Statt wie bei Wagner hoch zu pressen, wurde versucht, mit einer Fünferdefensive die offensivstarken Leverkusener zu bremsen. Keep it simple. Spiele das, was du kannst. Die neue Devise sollte schon früh aufgehen. Statt bei einem hohen Pressing überrannt zu werden, nutzte der FCA den Raum. Schlotterbeck schickte mit einem langen Ball aus der eigenen Hälfte Giannoulis auf die Reise, der frei stehend vor Flekken zur frühen Augsburger Führung einschieben konnte (6.). Ein Tor wie ein Joker: Die Fuggerstädter konnten nun noch stärker auf das eigene System setzen, Bayer 04 musste kommen. Und natürlich kam die Werkself, doch das nächste Ausrufezeichen trug wieder Rot-Grün-Weiß. Nach einem schnellen Angriff fand eine Giannoulis-Flanke den am Leverkusener Fünfmeterraum freistehenden Kade, der zum 2:0 einköpfen konnte (28.). Schon zwei Minuten zuvor hatte Claude-Maurice einen weiteren Treffer auf dem Schlappen, der Ball landete aber auf der Querlatte.
Fans rechnen mit FCA-Verantwortlichen ab

Die unter Thorup-Vorgängern präsentierte FCA-DNA hatte an diesem Nikolaustag bis zur Pause nur gute Gaben gebracht. Während die Schwaben sich kurz vor der Pause noch ein-, zweimal gefährlich vor dem Leverkusener Tor anmelden konnten, brachte sich der amtierende Vizemeister kaum in aussichtsreiche Positionen. Für die Augsburger Mannschaft gab es so den Pausentee mit viel Applaus serviert, die Knecht-Rupprecht-Rute jedoch für die Verantwortlichen. Die aktive Fanszene hatte mit den Augsburger Verantwortlichen auf das Deutlichste abgerechnet.
Leverkusen erhöht Druck
Nach der Pause machten die Hausherren dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Aus einer im Vergleich zu zuletzt deutlich stabileren Defensive heraus kamen sie immer wieder in Ballbesitz und zu entlastenden Aktionen auf der anderen Spielfeldhälfte. Die Gäste aus dem Rheinland versuchten nun, mehr Druck aufzubauen. Ein Lattentreffer von Ben Seghir blieb die beste Chance (65.), bis zehn Minuten später das Glück ein Schwabe war. Dahmen musste einen von Mastima abgefälschten Ball parieren, Tella stolperte den Abpraller aber nur an den Pfosten (75.).
Baums Bigpoints
Die Gäste drückten, aber Augsburg machte es gut. Mit den altbekannten Mitteln gelang es dem FC Augsburg, das Ergebnis über die Runden zu bringen. Baum feierte in seinem ersten Spiel direkt den ersten Sieg. Es waren Big Points gegen den Tabellenvierten – Punkte, die man so sicher nicht einkalkuliert hatte.
FC Augsburg: Dahmen – Banks, Matsima, Schlotterbeck – Fellhauer, Massengo, Jakic, Giannoulis (57. Pedersen) , Rieder (57. Kömür), Claude-Maurice – Kade (90. Essende)
Bayer 04 Leverkusen: lekken – Andrich, Badé (46. Quansah), Tapsoba – Maza, Aleix Garcia, Hofmann, Tillman (81. Echeverri), Terrier (46. Kofane) , Poku – Schick
Tore: 1:0 Giannoulis (6.), 2:0 Kade (28.)
Gelbe Karten: Banks, Kade, Jakic | Tapsoba, Tella, Quansah
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)
Zuschauer: 30.000


