Mit verstärkten Verkehrskontrollen im gesamten Freistaat will die Bayerische Polizei im Juni die Sicherheit auf Landstraßen erhöhen. Innenstaatssekretär Sandro Kirchner kündigte dazu einen landesweiten Schwerpunktmonat an, der Teil des Verkehrssicherheitsprogramms 2030 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ ist. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Verstöße, die häufig zu schweren Unfällen führen.
„Gerade auf Landstraßen ereignen sich besonders viele schwere Unfälle. Deshalb setzen wir ein klares Zeichen für mehr Sicherheit: Im gesamten Juni führt die Bayerische Polizei verstärkt Verkehrskontrollen durch und schreitet konsequent gegen Verkehrsverstöße ein“, erklärte der Staatssekretär.
Landstraßen bleiben Unfallschwerpunkt in Bayern
Trotz zahlreicher Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sind Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften weiterhin die gefährlichsten Straßen im Freistaat. Dort verloren im vergangenen Jahr 313 Menschen ihr Leben – 16 mehr als im Vorjahr.
Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung bei Geschwindigkeitsunfällen. Nach Angaben des Innenministeriums stieg die Zahl der tödlichen Unfälle aufgrund überhöhter Geschwindigkeit auf Landstraßen um mehr als 13 Prozent. „Dieser Entwicklung treten wir mit gezielten Schwerpunktkontrollen entschieden entgegen“, betonte Kirchner.
Polizei nimmt riskantes Verhalten verstärkt ins Visier
Während des Aktionsmonats wird die Polizei ihr Augenmerk insbesondere auf Geschwindigkeitsüberschreitungen, gefährliche Überholmanöver sowie Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss richten. Auch Ablenkungen am Steuer, etwa durch Mobiltelefone, sollen verstärkt geahndet werden.
Zum Einsatz kommen dabei sowohl mobile als auch stationäre Kontrollstellen. Moderne Messtechnik und flexible Einsatzkonzepte sollen helfen, bekannte Gefahrenstellen gezielt zu überwachen. „Wer glaubt, auf Nebenstrecken unbeobachtet zu sein, irrt. Unsere Polizei ist auch dort im Einsatz und greift konsequent durch“, so Staatssekretär Kirchner.
Gleichzeitig machte der Innenstaatssekretär deutlich, dass die verstärkten Kontrollen keine einmalige Aktion seien: „Unabhängig vom Schwerpunktmonat kontrolliert die Bayerische Polizei selbstverständlich das ganze Jahr über mit hoher Intensität.“
Präventionskampagne begleitet die Kontrollen
Neben den Maßnahmen der Polizei setzt der Freistaat auch auf Aufklärung und Prävention. Begleitend zum Schwerpunktmonat läuft die Kampagne „Sicherheit kommt gut an“, die Verkehrsteilnehmer für die Risiken auf Landstraßen sensibilisieren soll.

