Am Mittag des 19. März 2026 fiel eine über 90-jährige Rentnerin aus Tutzing auf die Betrugsmasche des falschen Polizeibeamten herein und übergab Wertsachen im Wert von geschätzten 10.000 Euro an die Täter. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Kriminelle täuschen tödlichen Unfall vor
Die Seniorin erhielt am Mittag einen Anruf von einem Betrüger, der sich als Polizeibeamter ausgab. Der Anrufer behauptete, dass ihre Schwiegertochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und einer Haftstrafe nur durch eine Kautionszahlung von 150.000 Euro entgehen könne. Da die Rentnerin jedoch kein Bargeld, sondern nur Wertgegenstände besaß, willigten die Betrüger in eine Übergabe dieser ein und dirigierten die Seniorin zur Heinrich-Vogl-Straße in Tutzing. Dort übergab sie die Wertgegenstände an eine Abholerin.
Späte Einsicht bringt Polizei auf den Plan
Erst am Abend, als die Rentnerin ihrem Sohn von dem Vorfall berichtete, wurde der Betrug der Polizei bekannt. Die Abholerin wird als etwa 40 Jahre alt, mit braunen Haaren und osteuropäischem Erscheinungsbild beschrieben.
Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise
Die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck übernimmt die weiteren Ermittlungen. Zeugen, die zwischen 11:30 Uhr und 13:30 Uhr verdächtige Beobachtungen in der Heinrich-Vogl-Straße gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08141 612-0 zu melden.
Um ähnliche Betrugsfälle zu vermeiden, rät die Kriminalpolizei zu Misstrauen bei solchen Anrufen: Die Polizei wird Sie niemals unter der Notrufnummer 110 anrufen oder Geldüberweisungen verlangen. Beenden Sie im Zweifel das Gespräch, übergeben Sie kein Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte und wenden Sie sich direkt an die Polizei, um Rat einzuholen. Weitere Ratschläge finden Sie im Internet auf den Seiten der Präventionskampagne „Leg‘ auf!“.




