Gröbenzell und Haimhausen – In den vergangenen Tagen wurden eine Seniorin und ein Senior Opfer eines perfiden Schockanrufs. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck ermittelt in beiden Betrugsfällen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Erster Betrugsfall in Gröbenzell
Am 4. Februar 2026 erhielt eine Rentnerin aus Gröbenzell einen Anruf eines angeblichen Staatsanwaltschaftsmitarbeiters. Dieser behauptete, ihr Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und eine hohe Kaution sei erforderlich, um eine Haftstrafe abzuwenden. Unter diesem Vorwand übergab die Frau fast 50.000 Euro in Form von Bargeld und Schmuck an eine weibliche Abholerin. Die Übergabe fand zwischen 20.00 und 22.00 Uhr im Bereich der Lena-Christ-Straße / Am Schützeneck / Tannenfleckstraße statt.
Zweiter Betrugsfall in Haimhausen
Ein über 80-Jähriger in Haimhausen wurde am 5. Februar 2026 von einem vermeintlichen Fürsorgestellenmitarbeiter kontaktiert. Auch hier war die Geschichte des tödlichen Verkehrsunfalles erfolgreich. Gegen 14.40 Uhr erschien die geforderte Abholerin an der Wohnanschrift des Rentners und nahm 20.000 bis 30.000 Euro Bargeld in Empfang. Die Übergabe erfolgte nahe der Haltestelle „Haimhausen Schloss“ in der Hauptstraße. Trotz sofortiger Fahndung blieb die polizeiliche Suche erfolglos.
Beschreibung der Betrügerin und Hinweise der Polizei
Die Abholerin wird in beiden Fällen folgendermaßen beschrieben: weiblich, etwa 165 cm groß, braun-blonde, halslange Haare, trug einen braunen knielangen Mantel und sprach mit osteuropäischem Akzent. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck sucht nach Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, und warnt: Beenden Sie verdächtige Telefonate sofort und informieren Sie die Polizei unter der Nummer 110. Sprechen Sie niemals über Ihre finanziellen Verhältnisse am Telefon und übergeben Sie kein Geld an Unbekannte. Bleiben Sie wachsam!

