Betrugsmasche in Amberg: Seniorin übergibt mehrere tausend Euro an falsche Beamte

Am Donnerstagnachmittag, 29. Januar 2026, ereignete sich in Amberg ein Betrugsfall, bei dem eine Seniorin mehrere tausend Euro an einen unbekannten Täter überreichte. Die Kriminalpolizei Amberg untersucht den Vorfall eingehend.

Betrüger geben sich als Polizeibeamte aus

Gegen Mittag erhielt die Seniorin einen Anruf von einer unbekannten Person, die sich als Polizeibeamtin ausgab. Die Anruferin behauptete, die Tochter der Seniorin habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht, und forderte eine Kaution in Höhe von 40.000 Euro, um die Tochter aus der Haft zu befreien. Im Verlauf des Gesprächs meldete sich ein angeblicher Staatsanwalt mit unbekannter Nummer und bestätigte die Forderung. Er gab an, der Schwiegersohn habe bereits 5.000 Euro eingezahlt, und drängte die Seniorin, den Restbetrag zu leisten. Die Seniorin wurde während des gesamten Gesprächs unter starken psychischen Druck gesetzt.

Geldübergabe in der Hauerstraße

Um 15:30 Uhr übergab die Seniorin in der Hauerstraße einen niedrigen fünfstelligen Betrag in bar an einen männlichen Abholer, der sich zu Fuß entfernte. Der Abholer wurde beschrieben als:

  • ca. 35 Jahre alt
  • ca. 1,70 m bis 1,80 m groß
  • dunkler Vollbart
  • sehr dunkle Augen
  • Bekleidung: dunkle Oberbekleidung, Sportschuhe
  • Sprach Hochdeutsch

Polizei bittet um Mithilfe und gibt Warnhinweise

Die Kriminalpolizei Amberg ersucht Zeugen, die am 29. Januar 2026 zwischen 15:00 und 16:00 Uhr in der Hauerstraße oder Umgebung verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 09621/890-0 zu melden.

Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche, bei der Kriminelle sich als Polizeibeamte oder Staatsanwälte ausgeben, um ältere Menschen zu täuschen:

  • Legen Sie auf und wählen Sie selbst die Notrufnummer 110, um bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz und nach Verwandten in Not zu fragen.
  • Die Polizei wird Sie niemals anweisen, Geld oder Schmuck für eine Abholung bereitzulegen oder an Abholer zu übergeben.
  • Weder Polizei noch Justiz fordern telefonisch Geldüberweisungen!
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt keine Wertsachen an der Haustür zur Verwahrung ab!
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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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