KIRCHSEEON, LANDKREIS EBERSBERG. Ein bisher unbekannter Täter hat am Abend des 13. Februar 2026 mithilfe der überregional bekannten Betrugsmasche „Schockanruf“ 25.000 Euro erbeutet. Die Kriminalpolizeiinspektion Erding hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.
Unter Tränen: Betrüger geben sich als Angehörige aus
Eine 89-jährige Rentnerin aus Kirchseeon erhielt einen Anruf von einer unbekannten Person, die sich als ihre Tochter ausgab. Die Anruferin behauptete unter Tränen, sie sei in einen schweren Verkehrsunfall mit einer tödlich verletzten Person verwickelt. Um eine Haftstrafe abzuwenden, sei eine hohe Kaution nötig. Unter dem vermittelten Druck willigte die gutgläubige Seniorin ein, 25.000 Euro zu zahlen.
Unbemerkte Übergabe an unbekannten Abholer
Das Telefonat dauerte mehrere Stunden, bis schließlich ein unbekannter Abholer an der Wohnung der Rentnerin erschien. Sie übergab ihm ein Kuvert mit dem geforderten Bargeldbetrag. Der Abholer entkam anschließend unerkannt. Erst zwei Stunden nach der Übergabe wurde die Seniorin misstrauisch und kontaktierte die Polizei, doch eingeleitete Fahndungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg.
Polizei warnt vor Schockanrufen
Die Kriminalpolizei gibt folgende Ratschläge:
- Beenden Sie das Gespräch, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen und nicht sicher sind, wer anruft.
- Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an. Betrüger tun dies. Wählen Sie bei Zweifel selbst die 110, aber nutzen Sie nicht die Rückruftaste.
- Kontaktieren Sie vermeintlich betroffene Angehörige über bekannte Nummern.
- Am Telefon sollten keine persönlichen oder finanziellen Informationen preisgegeben werden.
- Geld sollte nie an Fremde übergeben werden.
- Ziehen Sie Vertrauenspersonen hinzu oder rufen Sie über die 110 die Polizei.
Mehr Informationen zu Schockanrufen und Betrug über Messengerdienste finden Sie auf den Seiten der Präventionskampagne Leg auf!


