Bund fördert Umstieg auf emissionsfreie Antriebe – Stadtwerke Augsburg setzen auf E-Busse

Die Stadtwerke Augsburg (swa) treiben die Umstellung ihrer Busflotte konsequent voran. Statt Biogas setzen sie künftig verstärkt auf batterieelektrische Busse. Dafür erhalten die swa eine staatliche Förderung für 15 E-Busse aus der Bundesrichtlinie zur Förderung alternativer Antriebe. Die Förderquote beträgt 80 Prozent der antriebsbedingten Mehrkosten – maximal 3,8 Millionen Euro.

Im Rahmen einer Fachkonferenz in Berlin überreichte der Bund die Förderurkunde. Projektleiter Johannes Jung nahm diese entgegen und betonte: „Wir freuen uns sehr, dass wir die Förderung für die eBusse erhalten haben und damit einen sehr wichtigen Schritt für die Transformation der Mobilität in Augsburg leisten können.“

Er verweist auf die Vorteile für Fahrgäste und Personal: mehr Komfort, leiser Betrieb und keine lokalen Emissionen.

Förderprogramm und Auswahlverfahren

Die Richtlinie zur Förderung alternativer Busantriebe wurde 2021 eingeführt und 2024 überarbeitet. Im Fokus stehen batterie- und wasserstoffbasierte Antriebe. Die Mittel werden in einem wettbewerblichen Verfahren vergeben. Bewertet werden unter anderem CO₂-Einsparung, Einsatzkonzept, Elektrifizierungsgrad und Förderbedarf.

Mit der Umstellung sollen Luftschadstoffe reduziert und gleichzeitig Lärm im Stadtgebiet deutlich verringert werden.

Bundesweit stehen insgesamt 420 Millionen Euro bereit. Damit werden rund 1.900 lokal emissionsfreie Busse sowie die notwendige Lade- und Betriebshofinfrastruktur unterstützt.

Nächste Schritte und Zeitplan

Nach dem Förderbescheid erhalten die Verkehrsunternehmen Planungssicherheit. Als nächster Schritt folgt eine europaweite Ausschreibung für die Fahrzeuge – voraussichtlich bis spätestens März/April. Die Auftragsvergabe muss bis November 2026 abgeschlossen sein.

Die Auslieferung der 15 Gelenk-Batteriebusse ist für Mai bis Juli 2028 geplant. Anschließend werden die Fahrzeuge schrittweise in das Augsburger Liniennetz integriert.

Das Projekt wird mit maximal 3,8 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert. Die Mittel stammen auch aus dem Deutschen Aufbau- und Resilienzplan im Rahmen von NextGenerationEU. Die Förderrichtlinie wird durch die NOW GmbH umgesetzt.

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