Dax lässt nach – Angst vor anhaltenden Folgen von Iran-Krieg

Am Donnerstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.168 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start baute der Dax zunächst seine Verluste aus, konnte am späten Nachmittag jedoch einen Teil davon wieder aufholen.

Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

„Die Sorge der Investoren ist, dass es über die Feiertage zu einer weiteren Eskalation im Nahen Osten kommt“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Der Krieg halte weiterhin den Aktienmarkt in Schach. „Zudem macht sich immer mehr unter den Anlegern die Befürchtung breit, dass sich die Sperrung der Straße von Hormus auch auf den Düngemittelsektor und die Halbleiterindustrie auswirken wird. Damit wären noch mehr Branchen außerhalb der klassischen Energieabhängigkeit betroffen.“ Die Investoren würden sich zunehmend risikoavers positionieren und sich auf die wenigen Krisengewinner, die Energiewerte und Börsenbetreiber fokussieren, so Lipkow.

An der Spitze der Kursliste in Frankfurt standen bis kurz vor Handelsschluss die Papiere von Deutscher Börse, Eon und der Rückversicherer Hannover Rück und Münchener Rück. Das Schlusslicht bildeten die Telekom-Aktien.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 50 Euro und damit fünf Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg ebenfalls stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 106,70 US-Dollar, das waren 5,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1552 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8657 Euro zu haben.

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DTS Nachrichtenagentur
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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

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