Mehr als anderthalb Jahre nach dem Unglück beim Hochwassereinsatz herrscht nun traurige Gewissheit: Die in der Donau entdeckten sterblichen Überreste gehören zu dem seit Juni 2024 vermissten Feuerwehrmann aus Offingen im Landkreis Günzburg.
Anfang März waren bei Vermessungsarbeiten zwischen Dillingen und dem Dillinger Stadtteil Steinheim menschliche Überreste entdeckt worden. Auffällig war dabei eine Feuerwehrhose, die sich bei dem Fund befand. Am Freitag teilte die Polizei schließlich mit, dass eine DNA-Analyse die Identität des Toten bestätigt hat. Demnach handelt es sich um den 22-jährigen Feuerwehrmann Denis Root, der seit dem Hochwasserereignis im Sommer 2024 vermisst worden war.
Der junge Mann war am 2. Juni 2024 während eines Einsatzes mit einem Boot auf der Donau unterwegs, als das Fahrzeug kenterte. Vier weitere Feuerwehrleute konnten sich damals retten, der 22-Jährige wurde seitdem vermisst.
Die rechtsmedizinischen Untersuchungen wurden von der Rechtsmedizin in Ulm durchgeführt. Nachdem das DNA-Gutachten abgeschlossen ist, steht nun fest, dass die gefundenen Überreste tatsächlich zu dem vermissten Einsatzkräfte gehören.
Bereits am 10. März hatten Polizei und Rettungskräfte rund um die Fundstelle eine groß angelegte Suchaktion gestartet. Taucher aus ganz Bayern waren beteiligt und durchkämmten sowohl den Fluss als auch die Uferbereiche großflächig. Weitere Hinweise konnten dabei jedoch nicht gefunden werden.
In den Monaten nach dem Unglück war mehrfach nach dem jungen Feuerwehrmann gesucht worden. Offiziell stellten die Behörden die Suche im Dezember 2024 ein. Die Mutter des Vermissten gab jedoch nicht auf und organisierte weiterhin private Tauchaktionen, die über Spenden finanziert wurden. Bei einer dieser Suchen wurde an der Staustufe bei Lauingen ein Stiefel entdeckt – dieser ließ sich jedoch nicht dem Feuerwehrmann zuordnen.





