Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten im Nahverkehr der Stadtwerke Augsburg (swa) für Donnerstag, 19. Februar, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen im Rahmen des Arbeitskampfes.
Je nachdem, wie viele Mitarbeitende dem Streikaufruf folgen, wird der Nahverkehr in Augsburg deutlich eingeschränkt sein oder komplett zum Erliegen kommen. Die swa rechnen damit, dass kein geordneter Fahrbetrieb möglich sein wird. Aufgrund der ungewissen Streikbeteiligung kann im Vorfeld kein Notfahrplan erstellt werden.
Alle Bereiche des Nahverkehrs betroffen
Zum Warnstreik aufgerufen sind sämtliche Beschäftigte und Auszubildende im Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N). Neben dem Fahrpersonal betrifft dies auch Mitarbeitende in Werkstätten sowie in der Verkehrslenkung. Erfahrungen aus vergangenen Warnstreiks zeigen, dass in solchen Fällen kein verlässlicher Betrieb angeboten werden kann.
Einzelne Linien möglicherweise unterwegs
Im Unterschied zu anderen Städten – etwa München – sind in Augsburg nur wenige Buslinien an externe Unternehmen vergeben. Daher könnten die Stadtteillinien 21 im Bärenkeller sowie 38 in Göggingen, Inningen und Bergheim verkehren. Auch die Linien 24 und 25 in Haunstetten könnten teilweise bedient werden. Diese Linien werden von privaten Busunternehmen betrieben, die nicht vom Streik betroffen sind.
Ein kurzfristiger Einsatz externer Fahrer oder Busse auf regulären swa-Linien ist nach Angaben der Stadtwerke nicht möglich. Gründe sind fehlende technische Ausstattungen der Fahrzeuge sowie notwendige umfangreiche Schulungen des Fahrpersonals.
swa empfehlen alternative Verkehrsmittel
Die swa bitten Fahrgäste, sich frühzeitig auf die Einschränkungen einzustellen und – wenn möglich – auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Empfohlen werden insbesondere Buslinien des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund(AVV) sowie Regionalbahnen. Dort sei allerdings mit einem deutlich erhöhten Fahrgastaufkommen zu rechnen.
Aktuelle Informationen zum Stand der Tarifverhandlungen veröffentlicht der Kommunaler Arbeitgeberverband Bayern(KAV Bayern) auf seiner Internetseite.


