Ein Spatenstich für die Zukunft | Im GVZ Augsburg entsteht ein modernes Güterterminal – Ein aktiver Beitrag zu klimaschonenderer Logistik

In den kommenden beiden Jahren werden im Augsburger Norden 83 Mio. Euro verbaut. Die Deutsche Bahn lässt ein neues, hochmodernes Terminal für den Kombinierten Verkehr zwischen Straße und Schiene entstehen. Die neue Einrichtung soll nicht nur die Infrastruktur für Handel und Industrie in Schwaben sowie den gesamten süddeutschen Raum stärken, sondern auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Über 2 Millionen LKW-Kilometer sollen pro Jahr gespart werden können. Am Montag erfolgte der Spatenstich im Güterverkehrszentrum  (GVZ).

Foo: Wolfgang Czech

Der Containerbahnhof in Augsburg-Oberhausen ist in die Jahre gekommen und inzwischen deutlich zu klein für die aktuellen und künftigen Aufgaben. Auf dem Weg hin zu mehr Güterschienenverkehr bekommt die Region deshalb nun im Güterverkehrszentrum einen neuen KV-Terminal für den kombinierten Verkehr zwischen Straße und Schiene. Die dreifache Menge an Containern kann hier auf Zügen ankommen und in Schwaben, sowie von hier ab weiter verteilt werden. Zwei Krananlagen sollen dafür installiert werden, bei weiter steigendem Bedarf könnte ein dritter Portalkran nachgerüstet werden. Wenn das neue Terminal 2026 in Betrieb gehen wird können hier bis zu 150.000 Ladeeinheiten wie Container, Sattelauflieger oder Wechselbehälter umschlagen werden (bei drei Krannalagen). „In unserem Bestandsterminal Augsburg-Oberhausen können wir jährlich bis zu 30.000 Ladeeinheiten mit mobilen Umschlaggeräten verarbeiten. Am neuen Standort im GVZ Augsburg-Gersthofen werden wir unsere Kapazitäten mehr als verdreifachen“, so Andreas Schulz von der für den Betrieb zuständigen Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße.

„Was lange währt …“

Das Planfeststellungsverfahren für diese neue „bahnbrechende Projekt“ (Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber) war schon 2017 beendet gewesen, sieben Jahre später konnte der Spatenstich erfolgen. Früh hatte die DB die Bürgerschaft in die Planungen mit einbezogen, was für hohe Zustimmung sorgte. Auch das gute Miteinander der im GVZ zu je einem Drittel beteiligten Kommunen Augsburg, Gersthofen und Neusäß wurde als wichtiger Punkt in Richtung des neuen KV-Terminals gewertet. Die lange Zeit zwischen Planfeststellung und Spatenstich hatte auch etwas Positives gebracht: Satt einer Anlage, auf der die Züge vor dem Umschlag geteilt hätten, werden müssen, kann nun ein Terminal im „stade of the art“ gebaut werden. Durch vier Gleisen für Ganzzüge, zwei leistungsfähigen Portalkräne und einen hohen Automatisierungsgrad können 100.000 Einheiten.

 

Das wird im GVZ entstehen

Das Terminal wird über vier Umschlaggleise mit einer kranbaren Nutzlänge von 700 Metern, zwei Abstellgleisen, ein Umfahrungsgleis und ein Ausziehgleis verfügen. Zwei Portalkrane ermöglichen dann das effiziente Umladen von Containern zwischen LKWs und Zügen, wobei die Option bestehen wird, einen dritten Kran nachzurüsten. Es wird separate Fahr-, Lade- und Rückfahrspuren für LKWs sowie vier Abstellspuren für Container geben. Die Ein- und Ausfahrten werden mit Videotoren ausgestattet sein, die eine digitale Erfassung der Ladung ermöglichen und den Abfertigungsprozess beschleunigen werden. Das Terminal wird über die Karlsruher Straße direkt mit der B17 und der A8 verbunden. Die Anbindung an den Rangierbahnhof Augsburg erfolgt über ein Zuführungsgleis im südlichen Bereich, was den Bau von zwei neuen Eisenbahnüberführungen erforderlich macht.

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