ESV Kaufbeuren erzwingt weiteres Spiel im Kampf um den Klassenerhalt

Der ESV Kaufbeuren stand im dritten Spiel der Playdown-Serie gegen die Blue Devils Weiden mit dem Rücken zur Wand. In der Hans-Schöpf-Arena ging es für die Joker um nicht weniger als die letzte Chance, den Kampf um den Klassenerhalt in der DEL2 weiter offen zu halten. Nach einem katastrophalen Start kämpfte sich die Mannschaft jedoch eindrucksvoll zurück und feierte am Ende einen spektakulären 6:5-Auswärtssieg.

Trainer Leif Carlsson musste neben den bereits bekannten Ausfällen auch auf Maximilian Hadraschek und Yannik Burghart verzichten. Im Tor erhielt zunächst Rihards Babulis den Vorzug vor Daniel Fießinger und Cody Porter. Zudem kehrte mit Joe Cassetti ein vierter Kontingentspieler ins Lineup zurück – eine Entscheidung, die sich später als entscheidend erweisen sollte.

Doch der Start verlief aus Kaufbeurer Sicht alles andere als optimal. Zwar hatte Jonny Tychonick zunächst die große Möglichkeit zur Führung, verlor jedoch kurz darauf nach einem Bully die Scheibe. Weiden nutzte die Situation eiskalt aus: Paul Vinzens traf in der fünften Minute zum 1:0.

Nur wenig später gelang den Jokern zwar der Ausgleich. Joe Cassetti tunnelte Weidens Torhüter Michael McNiven und stellte auf 1:1. Doch die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Tyler Ward traf nach einem Nachschuss zur erneuten Führung, Alex-Olivier Voyer erhöhte kurz darauf auf 3:1. Damit war der Arbeitstag für Babulis früh beendet, Daniel Fießinger übernahm zwischen den Pfosten. Als Tyler Ward in der 14. Minute frei vor Fießinger auch noch zum 4:1 traf, schien die Partie bereits entschieden.

Kaufbeuren kämpft sich zurück

Im zweiten Drittel zeigten die Joker jedoch ein anderes Gesicht. Vincent Schlenker verkürzte nach fünf Minuten auf 4:2 und brachte zumindest ein kleines Stück Hoffnung zurück.

Den entscheidenden Impuls lieferte einmal mehr Joe Cassetti. Nach seiner Vorarbeit traf Jonny Tychonick in der 34. Minute zum 4:3. Nur kurze Zeit später folgte der Ausgleich: Wieder war Cassetti der Vorbereiter, erneut war Tychonick zur Stelle und traf von der blauen Linie zum 4:4. Nach einem desolaten ersten Drittel hatten sich die Kaufbeurer damit eindrucksvoll zurückgemeldet.

Joker drehen das Spiel im Schlussdrittel

Mit neuem Selbstvertrauen ging der ESVK in den letzten Abschnitt – und übernahm nun selbst die Kontrolle über die Partie. In der 46. Minute brachte Sami Blomqvist die Allgäuer erstmals in Führung, nachdem er eine starke Einzelaktion von Joe Cassetti nur noch über die Linie drücken musste.

Kurz darauf gelang den Jokern auch der erste Powerplaytreffer der Serie. Travis Turnbull verwandelte einen Direktschuss zum 6:4 und krönte damit das beeindruckende Comeback der Gäste.

Zittern bis zur Schlusssirene

Ganz ohne Drama ging es jedoch nicht. Nach einer großen Strafe gegen Max Oswald nutzten die Blue Devils ihre Überzahl zum Anschlusstreffer. Tyler Ward verkürzte auf 5:6, nachdem die Scheibe unhaltbar abgefälscht wurde.

In der Schlussphase erhöhte Weiden noch einmal den Druck und nahm den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch die Kaufbeurer Defensive hielt stand und verteidigte den knappen Vorsprung bis zur Schlusssirene.

Hoffnung im Abstiegskampf lebt weiter

Mit diesem spektakulären Sieg wahrt der ESV Kaufbeuren seine Chance auf den Klassenerhalt in der DEL2. Nach einem zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand zeigten die Joker große Moral und drehten die Partie, angeführt vom überragenden Joe Cassetti, der mit sechs Scorerpunkten maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte.

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