Nach dem Besuch einer Gaststätte im südöstlichen Landkreis Donau-Ries kam es Anfang vergangener Woche zu einem größeren Ausbruch von Magen-Darm-Erkrankungen. Das Gesundheitsamt des Landratsamts reagierte schnell und leitete umfassende Ermittlungen ein.
Über 140 Personen mit Symptomen
Insgesamt konnten 196 Gäste ausfindig gemacht werden, die die betroffene Gaststätte besucht hatten. Bei 144 von ihnen traten typische Beschwerden wie Übelkeit, Schwindel und Magen-Darm-Probleme auf. Eine Frau aus einer gesundheitlich besonders gefährdeten Risikogruppe musste kurzzeitig stationär behandelt werden. Ihr Zustand besserte sich aber rasch.
Infektion durch Norovirus bestätigt
Bei sieben betroffenen Personen konnte das Norovirus als Auslöser der Erkrankung nachgewiesen werden. „Aufgrund der sehr kurzen Inkubationszeit von Noroviren treten die Symptome sehr kurzfristig auf und klingen im Regelfall auch sehr schnell wieder ab“, heißt es von Seiten des Gesundheitsamts. Die meisten Erkrankten dürften daher inzwischen wieder genesen sein.
Weitere Informationen zu den Noroviren stellt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) online zur Verfügung: LGL – Noroviren
Untersuchung der Gaststätte läuft noch
Parallel zu den Befragungen wurde die betroffene Gaststätte vom Veterinäramt, das für die Lebensmittelüberwachung zuständig ist, kontrolliert. Die Untersuchungen zur genauen Ausbruchsursache dauern an. Ergebnisse der entnommenen Lebensmittelproben liegen derzeit noch nicht vor.
Trotzdem geht das Gesundheitsamt nach bisherigem Stand davon aus, dass es sich um ein rein infektiöses Geschehen handelt. „Die sehr gute Kooperation der Betroffenen hat wesentlich dazu beigetragen, die Lage schnell zu erfassen“, loben die Behörden.


