Am frühen Donnerstagmorgen wurde in Moosach ein Wohnmobil der Marke Citroen gestohlen. Der Diebstahl geschah zwischen Mittwoch, dem 18.02.2026, um 23:20 Uhr, und Donnerstag, dem 19.02.2026, um 07:15 Uhr. Der Eigentümer bemerkte den Vorfall und alarmierte sofort die Polizei. Das Fahrzeug wurde im Schengener Informationssystem, das Informationen zwischen 30 europäischen Polizeibehörden austauscht, zur Fahndung ausgeschrieben, aber zunächst erfolglos gesucht.
Grenzüberschreitende Verfolgung
Am Donnerstagnachmittag versuchten tschechische Polizeibeamte, das gestohlene Wohnmobil an der Grenze zu Polen in Lubawka-Kralovec zu kontrollieren. Der Fahrer, ein 17-jähriger polnischer Staatsangehöriger, ignorierte die Anhaltezeichen und setzte seine Flucht in Richtung der polnischen Grenze fort, was zu einer gemeinsamen Fahndung der tschechischen und polnischen Polizei führte.
Erfolgreiche Festnahme in Polen
Das Wohnmobil wurde schließlich in der polnischen Gemeinde Lubawka mithilfe eines Nagelgurtes gestoppt. Der junge Fahrer versuchte zu fliehen, wurde aber von der polnischen Polizei gestellt und vorläufig festgenommen. Es stellte sich heraus, dass der 17-Jährige keine gültige Fahrerlaubnis besaß und das gestohlene Fahrzeug mit gefälschten Kennzeichen versehen war. Diese Kennzeichen waren auf ein in Deutschland zugelassenes Wohnmobil registriert. Der Wert des entwendeten Fahrzeugs beträgt einen mittleren fünfstelligen Betrag. Das Wohnmobil wurde von den polnischen Behörden sichergestellt und wird bis zur Rückgabe an den Eigentümer verwahrt. Der Tatverdächtige ist derzeit in Polen in Haft, und die weiteren Ermittlungen hat das Kommissariat 54 übernommen.


