Vier Heimspiele in Serie ohne Niederlage: Nach der Pleite in Gladbach kassierte der FC Augsburg in der Nachspielzeit gegen Union Berlin den 1:1-Ausgleich und konnte damit immerhin einen Punkt im Abstiegskampf holen. Ein Geniestreich von Claude-Maurice hatte den FCA in der ersten Hälfte in Führung gebracht.
Nach der deutlichen Pleite in Mönchengladbach stand für den FC Augsburg vor den beiden Heimspielen am Donnerstag gegen Berlin und am Sonntag gegen Freiburg (17:30 Uhr) unter der klaren Überschrift „Wiedergutmachung“. Für die Mission veränderte Trainer Baum sein Aufgebot gleich auf vier Startpositionen, so kam unter anderem Rückkehrer Gregoritsch zu seinem ersten Einsatz von Beginn an.
Geniestreich bring Augsburger Führung
In einer ausgeglichenen und offensivschwachen Anfangsphase hatten die Gäste die besten Gelegenheiten. Wie schon in Gladbach hatten Union zu viel Raum gelassen, doch Schäfer per Kopf (19.) und Jeong von der Strafraumgrenze (22.) nützten die Situationen nicht. Insgesamt war vom FCA war bis dahin nur wenig Sinnvolles auf dem Weg nach vorne zu sehen. Eine durch Flummi-Würfen des eigenen Anhangs verursachte Spielunterbrechung nützte Baum, um sein Team nochmals neu einzustellen, zunächst ohne sichtbaren Erfolg.

Mit wenig Ideen und Spielwitz, mit zu wenig Tempo gegen die stabil stehende Berliner Defensive kam Augsburg in der ersten Halbzeit lange zu keiner echten Torchance. Erst in der Nachspielzeit sollte sich das ändern. Die Augsburger konnten sich endlich etwas besser in Szene setzen und durch einen absoluten Geniestreich sogar in Führung gehen. Claude-Maurice fasste sich ein Herz und nagelte die Kugel aus rund 30 Metern unhaltbar unter die Querlatte (45. + 6).

Augsburg vergibt die Chance auf das 2:0
Der Treffer gab den Hausherren etwas Auftrieb, die nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel fanden. Claude-Maurice mit einem feinen Freistoß (58.) und Kade nach einem klasse herausgespielten Konter (59.) hätten innerhalb weniger Wimpernschläge erhöhen können oder vielleicht sogar müssen. Der Außenpfosten und der starke Union-Schlussmann Rönnow verhinderten aber den zweiten Streich. In einer weiterhin von Zweikämpfen geprägten Begegnung hatte der frühere FCAler Khedira elf Minuten vor dem Ende die beste Möglichkeit für den Ausgleich, verzog aber aus kurzer Distanz.
Gegentreffer in der Nachspielzeit
Spätestens als Berlins Köhn kurz vor Ende der regulären Spielzeit vom Platz geflogen war, hatten sich alle schon auf einen Heimsieg eingestellt. Pustekuchen! Kaum war die Nachspielzeit angebrochen traf der kurz zuvor eingewechselte Ljubic mehr oder weniger freistehend direkt vor dem Tor frei stehend. Ein bitteres, wenn auch leistungsgerechtes Remis. Union hätte schon kurz vor der Roten Karte einen Elfmeter verdient gehabt, die Schiedsrichter nahmen das Foul nicht wahr.

Nur ein Zähler, aber ein Rekord
Statt dreier wichtiger Punkte vergibt der FCA auch am letzten Hinrundenspieltag wieder durch eine Unaufmerksamkeit zwei wichtige Zähler im Abstiegskampf. Das Positive: Vier Heimspiele ist man nun ungeschlagen, zudem wurde ein elf Jahre alter Rekord für Heimpartien ohne Gegentore verbessert. 2014 hatten Hitz und Manninger 349 Minuten vor eigenem Publikum die Null gehalten.
FC Augsburg: Dahmen – Banks, Schlotterbeck, Zesiger – Fellhauer, Jakic, Rexhbecaj (63. Massengo), Giannoulis (75. Wolf), Kade (75. Kömür), Claude-Maurice (83. Rieder) – Gregoritsch (83. Essende)
1.FC Union Berlin: Rönnow – Doekhi, Querfeld, Diogo Leite (83. Ljubic) – Trimmel, Khedira (83. Kral), Schäfer (64. Kemlein), Köhn, Jeong, Ansah (64. Burcu) – Burke (64. Ilic)
Tore: 1:0 Claude-Maurice (45+6.), 1:1 Ljubic (90. +2)
Gelbe Karten: Jakic |
Rote Karte: Köhn (Union/89.)
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Nürnberg)
Zuschauer:



