LANDKREISE ALTÖTTING UND MÜHLDORF AM INN – Die Kriminalpolizei Mühldorf am Inn hat am Donnerstag, den 23. Juli 2026, in den Landkreisen Altötting und Mühldorf am Inn insgesamt 12 Objekte durchsucht. Diese Aktion erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Traunstein im Rahmen mehrerer Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung von kinderpornographischen Inhalten, bei der eine Vielzahl an Beweismitteln sichergestellt wurde.
Koordiniertes Vorgehen gegen Kinderpornographie
Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ist ein Rückgang der Straftaten im Zusammenhang mit pornographischen, einschließlich kinderpornographischen Inhalten, von 911 Fällen im Jahr 2024 auf 729 Fälle im Jahr 2025 zu verzeichnen. Dies entspricht einem Rückgang von rund 20 %.
Polizei und Justiz arbeiten seit Jahren intensiv zusammen, um die Verbreitung von Kinderpornographie effektiv zu bekämpfen. Zur effizienten Bearbeitung von Anzeigen wurde das Polizeipräsidium Oberbayern Süd um spezielle „Arbeitsgruppen Kinderpornographie“ an den drei Kriminalpolizeiinspektionen und der Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn erweitert. Diese Gruppen bearbeiten alle Delikte im Zusammenhang mit Kinder- und Jugendpornographie und kooperieren eng mit den Staatsanwaltschaften sowie der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg. Bereits seit Oktober 2020 ist dort das Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornographie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) angesiedelt. Bei der Staatsanwaltschaft Traunstein sind eine Staatsanwältin als Gruppenleiterin und vier weitere Staatsanwältinnen speziell für diese Straftaten zuständig.
12 Durchsuchungen – Umfangreiches Datenmaterial sichergestellt
Am Donnerstag (23. Juli 2026) führten Beamte der Kriminalpolizei Mühldorf am Inn, unterstützt von Kolleginnen und Kollegen der Kriminalpolizei Traunstein und der Zentralen Einsatzdienste (ZED) Traunreut, eine umfangreiche Durchsuchungsaktion durch. Diese richtete sich gegen insgesamt 11 männliche Beschuldigte im Alter von 18 bis 67 Jahren und ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt führte zur Identifikation eines 13-jährigen Kindes.
Rund 25 Polizistinnen und Polizisten vollzogen die von der Staatsanwaltschaft Traunstein beim Ermittlungsrichter erwirkten Durchsuchungsbeschlüsse. Die Aktion begann in den frühen Morgenstunden in den Landkreisen Altötting und Mühldorf am Inn.
Bei den Beschuldigten wurden in den Wohnungen umfangreiche Beweismittel wie elektronische Geräte, Mobiltelefone und Speichermedien beschlagnahmt. Diese müssen nun von IT-Forensikern umfassend ausgewertet werden.
Vorläufige Bilanz von Staatsanwaltschaft und Polizei
Die Staatsanwaltschaft Traunstein und die Polizei bewerten das vorläufige Ergebnis der konzertierten Aktion als Erfolg im Kampf gegen Kinder- und Jugendpornographie. Diese Aktion zeigt den Tatverdächtigen, dass sie sich in der vermeintlichen Anonymität des Internets nicht sicher fühlen dürfen. Angesichts der Opfer und Schicksale hinter jedem Fall von Kinder- und Jugendpornographie werden Polizei und Justiz weiterhin alle rechtsstaatlichen Mittel ausschöpfen, um den Straftätern das Handwerk zu legen.

