Am Samstagabend (10. Januar) kam es im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei zu zwei Vorfällen, die zu körperlichen Auseinandersetzungen führten. In Dachau eskalierte ein Streit zwischen Jugendlichen in einer S-Bahn und am Münchner Ostbahnhof endete ein Ladendiebstahl in Gewalt gegen eine Mitarbeiterin.
Auseinandersetzung in S-Bahn bei Dachau
Gegen 21:50 Uhr ging beim Polizeipräsidium Oberbayern Nord ein Notruf über eine Schlägerei in einer S-Bahn Richtung Altomünster ein. Ersten Ermittlungen zufolge gerieten am S-Bahnhof Dachau eine 16-jährige Deutsche aus dem Landkreis Dachau und zwei 17-jährige Deutsche aus Dachau in einen Streit mit einem bislang unbekannten Mann. Der Konflikt verlagerte sich in die S-Bahn der Linie S2. Der Unbekannte näherte sich den Jugendlichen, was zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit den 17-Jährigen führte.
Der Mann verließ die S-Bahn am Haltepunkt Schwabhausen zunächst, versuchte aber, durch eine andere Tür wieder einzusteigen. Dies verhinderte die 16-Jährige, indem sie ein Tierabwehrspray gegen ihn einsetzte. Anschließend flüchtete der Mann. Eine Tatortbereichsfahndung der Polizeiinspektion Dachau blieb ohne Ergebnis. Einer der Jugendlichen erlitt eine Schwellung an der Hand, ein anderer hatte kurzfristige Kreislaufprobleme durch den Sprühnebel, verzichtete jedoch auf ärztliche Versorgung. Die Erziehungsberechtigten der Jugendlichen wurden informiert, und die Bundespolizei ermittelt nun weiter, insbesondere mithilfe der Videoaufzeichnungen aus der S-Bahn.
Der Unbekannte wird wie folgt beschrieben: männlich, ca. 190 cm groß, kräftig, leicht untersetzt, helle Hautfarbe, Boxerschnitt, graue Jeans, dunkle Lederbomberjacke. Hinweise zur Identität des Mannes werden von der Bundespolizei unter der Nummer 089 515550 0 entgegengenommen.
Körperverletzung nach Ladendiebstahl am Ostbahnhof
Gegen 22:00 Uhr meldete eine 41-jährige Supermarktmitarbeiterin am Münchner Ostbahnhof einen Ladendiebstahl. Eine 18-jährige Ukrainerin ohne festen Wohnsitz hatte zwei Flaschen Wein aus dem Regal genommen und nur eine davon bezahlt. Die Mitarbeiterin verfolgte die Verdächtige bis zu einem Schnellrestaurant, wo sie auf eine weitere Unbekannte und mehrere Zeugen traf. Beim Versuch, die gestohlene Flasche zurückzuerlangen, wurde die Mitarbeiterin von der 18-Jährigen und der Unbekannten physisch attackiert. Die unbekannte Täterin flüchtete, als die Mitarbeiterin den Notruf wählte.
Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung blieb erfolglos. Die Beteiligten wurden zur Polizeidienststelle gebracht. Die Geschädigte blieb unverletzt. Bei der 18-Jährigen wurde ein Atemalkoholwert von 2,5 Promille und ein positiver Drogentest festgestellt. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden die Beteiligten auf freien Fuß gesetzt.

