Ein bis zur letzten Sekunde spannendes Duell lieferten sich Ratiopharm Ulm und die Towers Hamburg. Trotz eines beherzten Schlussspurts mussten sich die Donaustädter am Ende hauchdünn mit 82:84 geschlagen geben.
Im ersten Saisonduell mit Hamburg mussten die Ulmer gleich auf drei wichtige Spieler verzichten: Tommy Klepeisz, Mark Smith und Nelson Weidemann standen nicht zur Verfügung. Diese Ausfälle machten sich vor allem in der ersten Hälfte bemerkbar. Die Gastgeber übernahmen früh die Kontrolle, präsentierten sich besonders am offensiven Brett sehr präsent und erarbeiteten sich dadurch immer wieder zweite Chancen.
Ulm fand zunächst nur schwer in die Partie. Erst im letzten Viertel gelang es dem Team, noch einmal alle Kräfte zu bündeln. Mit großem Einsatz kämpften sich die Gäste Punkt um Punkt heran und gingen zwischenzeitlich sogar in Führung. Doch in der entscheidenden Phase fehlte am Ende das letzte Quäntchen Glück.
“Wir haben das Spiel im zweiten Viertel verloren. Es ist nicht einfach auswärts zu gewinnen, wenn man ein Viertel mit 13 Punkten Rückstand verliert. Ich bin zufrieden, dass wir uns zurückgekämpft haben und uns eine Chance auf den Sieg verschafft haben. Leider hatten wir in den entscheidenden Momenten am Ende nicht den nötigen Rebound”, resümierte Head Coach Ty Harrelson nach der Begegnung.
Hamburg setzt früh die Akzente
Von Beginn an agierten die Towers energisch und bestimmten das Tempo. Ulm tat sich zunächst schwer gegen die aggressive Hamburger Verteidigung. Erst nach einigen Minuten fanden die Gäste besser ins Spiel. Chris Ledlum erzielte die ersten Punkte für Ulm, später brachten Malik Osborne und Justin Simon ihr Team erstmals in Front.
Hamburg ließ sich jedoch nicht abschütteln und glich immer wieder aus. Das erste Viertel endete folgerichtig ausgeglichen (22:22). Im zweiten Abschnitt drehten die Gastgeber dann auf. Vor allem aus der Distanz zeigten sie sich treffsicher, während Ulm offensiv den Rhythmus verlor. Zahlreiche Offensivrebounds bescherten Hamburg zusätzliche Wurfmöglichkeiten, die konsequent genutzt wurden. Zur Halbzeit hatten sich die Towers bereits deutlich abgesetzt (42:29).
Comeback im Schlussviertel
Nach der Pause steigerten sich die Ulmer deutlich. Mit mehr Intensität in der Defensive und größerer Entschlossenheit in der Offensive verkürzten sie den Rückstand kontinuierlich. Angeführt von Jensen, Osborne und Anigbata arbeitete sich Ulm Schritt für Schritt zurück ins Spiel. Kurz vor Ende des dritten Viertels sorgte Ledlum mit einem wichtigen Dreier dafür, dass der Abstand auf nur noch einen Punkt schrumpfte (59:60).
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Im letzten Abschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Ulm übernahm erneut die Führung, vor allem dank wichtiger Treffer von Anigbata und Simon. Doch Hamburg behielt die Nerven und ging wenige Minuten vor Schluss wieder in Front. In der dramatischen Schlussphase entschied schließlich ein Dreier von Williams die Partie zugunsten der Hausherren. Trotz großer Moral blieb Ulm der Auswärtssieg verwehrt (82:84).
Starke Einzelleistungen reichen nicht aus
Herausragender Akteur auf Ulmer Seite war Chris Ledlum mit 24 Punkten. Auch Alec Anigbata überzeugte mit 19 Zählern und einer starken Effektivität, während Justin Simon vor allem mit sieben Rebounds wichtige Impulse setzte. Das Trio hielt Ulm bis zuletzt im Spiel, konnte die knappe Niederlage letztlich aber nicht verhindern.



