Herrlicher Sonnenschein am Samstagnachmittag (28.02.2026) – die ersten warmen Strahlen locken zahlreiche Biker auf die Straßen in Mittelfranken. Für zwei junge Motorradfahrer endet die gemeinsame Ausfahrt jedoch in einer Tragödie.
Auf der Staatsstraße 2248 bei Leibelbach, einem Gemeindeteil der Herrieden im Landkreis Ansbach, sind zwei Bekannte unterwegs. Der 18-Jährige fährt vorneweg, von Wieseth kommend in Richtung Herrieden. Sein Freund folgt ihm nur wenige Meter dahinter.
Zusammenstoß an Einmündung
An einer Einmündung kommt es zum folgenschweren Unfall. Eine 28-jährige Autofahrerin will mit ihrem Wagen auf die Staatsstraße auffahren und nach links abbiegen. Offenbar übersieht sie das herannahende Motorrad des 18-Jährigen. Es kommt zur Kollision.
Für den jungen Mann kommt jede Hilfe zu spät. Er erleidet so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstirbt. Sein Freund muss das Unglück unmittelbar mit ansehen.
Die 28-jährige Autofahrerin bleibt körperlich unverletzt. Nach Angaben der Einsatzkräfte stand sie jedoch massiv unter Schock. „Die Person war nicht mehr ansprechbar und befindet sich in ärztlicher Behandlung“, heißt es.
Notfallseelsorger im Einsatz
Neben zahlreichen Kräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes waren auch drei Notfallseelsorger vor Ort. Einer von ihnen kümmerte sich um die Angehörigen des Verstorbenen. Auch Einsatzkräfte und beteiligte Personen wurden betreut.
Im Hintergrund liefen die üblichen polizeilichen Maßnahmen. Ein Gutachter wurde hinzugezogen, zudem schaltete sich die Staatsanwaltschaft ein. Alle am Unfall beteiligten Fahrzeuge wurden beschlagnahmt.
Polizei warnt zum Saisonstart
Gerade zu Beginn der Motorradsaison komme es immer wieder zu schweren Unfällen, so ein Polizeisprecher. Häufig werde die Geschwindigkeit von Zweirädern durch Autofahrer unterschätzt. „Insbesondere in der Anfangszeit, wenn die ersten Sonnenstrahlen herauskommen, sind Pkw-Fahrer noch nicht darauf eingestellt.“
Motorräder würden zudem leicht übersehen – trotz eingeschaltetem Tagfahr- oder Abblendlicht. Hinzu komme der fehlende Schutzraum: „Ein Unfall ist in der Regel immer ein schwerer Verkehrsunfall, wenn Zweiradfahrer beteiligt sind.“
An der Unfallstelle gilt Tempo 70. Die Geschwindigkeitsbegrenzung bestehe entlang der Strecke an nahezu allen Einmündungen – aus gutem Grund, da es sich um neuralgische Kreuzungspunkte handle.
Staatsstraße voll gesperrt
Die Staatsstraße 2248 blieb für die Dauer der Unfallaufnahme und der gutachterlichen Untersuchungen vollständig gesperrt. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache hat die Polizeiinspektion Feuchtwangen übernommen.
Die Polizei appelliert eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer: gegenseitige Rücksicht, ständige Vorsicht und eine stets angepasste Geschwindigkeit seien unerlässlich – besonders zu Beginn der Motorradsaison.


