Kriminalität sinkt im Ostallgäu, aber Callcenterbetrug nimmt zu

MARKTOBERDORF. Bei einem jährlichen Sicherheitsgespräch zwischen dem Landratsamt Ostallgäu und dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West wurde die aktuelle Kriminalitäts- und Sicherheitslage untersucht.

Positive Entwicklung der Kriminalitätsstatistik

Landrätin Maria Rita Zinnecker und Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner sowie die Leiter der örtlichen Polizei- und Kriminalpolizeiinspektionen nahmen an der Diskussion teil. Polizeipräsidentin Dr. Strößner präsentierte die Sicherheitslage basierend auf der Polizeilichen Kriminalstatistik. Im Vergleich zum Vorjahr sind die registrierten Straftaten im Landkreis Ostallgäu um 6,3 % auf 3.332 gesunken. Besonders bei Gewalt-, Straßenkriminalität und Diebstahl wurde ein Rückgang festgestellt, während die Rauschgiftdelikte aufgrund geänderter Gesetze ebenfalls abnahmen.

Zunahme des Callcenterbetrugs

Erstmals seit 2022 stieg der Callcenterbetrug im Landkreis von 127 auf 248 Fälle, mit einem Beuteschaden von über einer Million Euro. Hauptsächlich kommen die Betrugsmaschen „Falscher Amtsträger“ und „Schockanruf“ zum Einsatz.

Verkehrsunfälle leicht gestiegen

Die Anzahl der Verkehrsunfälle erhöhte sich im Jahr 2025 leicht auf 3.983 Fälle. Die Zahl der Verletzten stieg im Vergleich zum Vorjahr von 758 auf 838 Personen, während die Zahl der Verkehrstoten von zehn auf elf anstieg. Die schwerverletzten Personen reduzierten sich jedoch um 11,5 % auf 138.

Die häufigsten Unfallursachen waren unangepasste Geschwindigkeit, Missachtung des Sicherheitsabstands und Vorfahrtsverletzungen, während die Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot um 24,9 % gesunken sind.

Polizeipräsidentin Dr. Strößner betonte: „Es ist erfreulich, dass sich die Gesamtsicherheitslage für den Landkreis Ostallgäu erneut verbessert hat. Im Ostallgäu leben Sie in einer der sichersten Regionen Bayerns! Gleichzeitig nehmen wir die deutliche Zunahme des Callcenterbetrugs sehr ernst und versuchen durch Aufklärung und Beratung weitere Straftaten zu verhindern. Präventionstheater, Tischaufsteller, die polizeiliche Öffentlichkeitsarbeit und weitere Präventionsmaßnahmen sollen auch 2026 potenzielle Opfer sensibilisieren.“

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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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