Malmendier warnt vor langem Iran-Krieg

Die frühere Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier warnt vor den Folgen eines langen Iran-Krieges. „Viele haben Trump gewählt, weil sie die USA nicht im Krieg sehen wollen. Nun kommt es darauf an, wie lange der Krieg dauert: Bei mehr als vier Wochen werden die US-Bürger nervös“, sagte die in den USA lebende Ökonomin der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe).

Ulrike Malmendier (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Ein langer Krieg hätte auch gravierende wirtschaftliche Folgen: „Die komplette Sperrung der Straße von Hormus auf Dauer wäre ein Problem für die USA ebenso wie die ohnehin nur plätschernde Weltwirtschaft, auch weil dann die Unsicherheit enorm steigt.“ Schon jetzt seien die US-Bürger verunsichert: „Bei den Älteren in den USA kommt gleich die Erinnerung hoch an Ölkrise in den 70er Jahren, als es lange Schlangen an den Tankstellen und Inflation gab.“ Dabei lebe man heute in einer anderen Welt, „die USA sind vom Mittleren Osten nicht mehr abhängig“, so Malmendier.

„Die Terminmärkte deuten eher darauf hin, dass es keinen großen Anstieg mehr gibt – wenn der Krieg nicht zu lange dauert“, sagte Malmendier auf die Frage, ob der Ölpreis Richtung 100 Dollar steigt.

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DTS Nachrichtenagentur
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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

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