Die Verkehrsbeschränkungen an der stadtauswärtigen MAN-Brücke in Augsburg werden ab Dienstag, 25. August, deutlich verschärft. Grund sind festgestellte Mängel am Bauwerk und die bislang häufig missachtete Gewichtsbeschränkung. Für Autos gelten künftig strengere Vorgaben, zugleich müssen mehrere Buslinien Umwege fahren und Haltestellen entfallen.
Seit dem 7. August darf die stadtauswärtige Seite der MAN-Brücke nur noch von Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von höchstens 7,5 Tonnen befahren werden. Erste Beobachtungen haben jedoch gezeigt, dass diese Vorgabe in erheblichem Umfang missachtet wird.
Um das Bauwerk zusätzlich zu entlasten, wird die stadtauswärtige Fahrspur deshalb ab Dienstag baulich weiter verengt. Die Brücke dürfen dann nur noch Fahrzeuge passieren, die maximal 2,10 Meter breit sind und ein zulässiges Gesamtgewicht von höchstens 3,5 Tonnen haben.
Für den Lkw-Verkehr besteht bereits eine Umleitungsstrecke über die Berliner Allee, die Anton-Fugger-Brücke und die Amagasaki-Allee.
Busspur fällt weg
Die bauliche Verengung hat auch Folgen für den öffentlichen Nahverkehr. Die bislang eingerichtete Busspur kann nicht bestehen bleiben und entfällt ersatzlos. Damit können die Busse von Stadtwerken Augsburg (swa) und Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) die Brücke stadtauswärts ab dem 25. August nicht mehr nutzen.
Betroffen ist unter anderem die swa-Buslinie 44. Stadteinwärts bleibt die bisherige Strecke bestehen. In Richtung Hammerschmiede werden die Busse nach der Haltestelle „Karlstraße“ über die Haltestellen „Pilgerhausstraße“ der Linie 23, „Jakobertor“, „Berliner Allee“ und „Ulrichsbrücke“ umgeleitet. Anschließend geht es ohne weiteren Halt zur Haltestelle „Hammerschmiede P+R“.
Die Haltestellen „Stephingerberg“, „Klinikum Vincentinum“, „Haindl“ und „Albrecht-Dürer-Straße“ entfallen stadtauswärts.
Erhebliche Mängel entdeckt: Stadt Augsburg sperrt MAN-Brücke teilweise für Schwerverkehr
Auch Regional- und Nachtbusse betroffen
Neben der Linie 44 müssen auch die AVV-Regionalbuslinien 225, 301, 302, 303 und 305 sowie die Nachtbuslinie 395 ihre Route ändern. Stadtauswärts führt die Umleitung über „Karlstraße“, „Jakobertor“ und „Neuburger Straße“.
Dadurch können mehrere Haltestellen vorübergehend nicht bedient werden. Betroffen sind „Volkhartstraße“, „Blaue Kappe“, „Senkelbach“, „Ottostraße“, „MAN“ und „Albrecht-Dürer-Straße“.
Eine Ersatzbedienung der Haltestellen entlang der Umleitungsstrecke zwischen „Pilgerhausstraße“ und „Berliner Allee“ ist derzeit nicht möglich. Grund dafür ist die bereits hohe Auslastung der bestehenden Bus-Trasse im Bereich des Jakobertors. Die Regionalbusse können dort nicht auf die Bus-Trasse auffahren.
Der AVV prüft gemeinsam mit den zuständigen Stellen, ob die Haltestelle „Lechhausen Schlößle“ als zusätzlicher Ersatzhalt genutzt werden kann. Über weitere Änderungen und konkrete Anpassungen der Fahrpläne sollen die Fahrgäste über die digitalen Informationskanäle des AVV informiert werden.
Untersuchungen am Bauwerk laufen
Parallel zu den Verkehrsbeschränkungen haben vertiefende Untersuchungen der Schäden an der MAN-Brücke begonnen. Sie sollen eine aktualisierte Bewertung des Zustands ermöglichen. Die dafür benötigten Grundlagen werden nach Angaben der Stadt für Ende Oktober erwartet.
Bis dahin bleibt die Brücke stadtauswärts nur eingeschränkt nutzbar. Die verschärften Vorgaben sollen dazu beitragen, das Bauwerk möglichst weitgehend zu entlasten.

