Im vergangenen Jahr wurden in Niederbayern insgesamt 41.349 Verkehrsunfälle registriert, was einem Anstieg von knapp 3,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Von diesen Unfällen führten 4.479 zu Personenschäden, wodurch ein Rückgang von über 3 % verzeichnet wurde. Leider stieg die Zahl der Verkehrstoten im Regierungsbezirk Niederbayern um etwa 5 %, von 59 auf 62 Personen. Bei den Verletzten ist hingegen ein Rückgang um rund 5 % auf 5.723 Personen zu verzeichnen; 868 Menschen erlitten schwere Verletzungen, was fast 10,5 % weniger als 2024 sind.
Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften besonders unfallträchtig
Die Analyse der Verkehrsunfälle in Niederbayern zeigt, dass Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften – also Bundes‑, Staats‑, Kreis‑ und Gemeindestraßen – besonders unfallträchtig sind: Hier wurden rund die Hälfte aller Verkehrsunfälle, 72 % der Verkehrstoten und fast 49 % der Verletzten registriert. Das Polizeipräsidium Niederbayern plant für das Jahr 2026 einen Schwerpunkt auf die Verkehrssicherheitsarbeit auf diesen Straßen.
Hauptunfallursachen: Geschwindigkeit und Vorfahrtsverstöße
Bei Verkehrsunfällen mit Getöteten und Schwerverletzten stellt die Polizei erneut das Fahren mit überhöhter oder nicht angepasster Geschwindigkeit als Hauptunfallursache fest. Zudem führen Vorfahrtsverstöße, die Missachtung des Rechtsfahrgebots, Fehler beim Abbiegen und der Konsum von alkoholischen Getränken häufig zu schweren Unfallfolgen. Auch die Ablenkung im Straßenverkehr rückt zunehmend in den Fokus der polizeilichen Aufmerksamkeit.


