Oberbayern Nord: Rückgang der Schulwegunfälle, aber 109 verletzte Schüler und ein Todesfall

Alfred Ingerl
3 Minuten Lesezeit

Polizei kündigt verstärkte Kontrollen zum Schulbeginn an

Zum Beginn des neuen Schuljahres in Bayern ruft das Polizeipräsidium Oberbayern Nord zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr auf und kündigt verstärkte Kontrollen im Umfeld von Schulen an. Die Polizei erinnert daran, dass für viele Schulanfängerinnen und Schulanfänger der Weg zur Schule ein neuer Lebensabschnitt ist, der besondere Achtsamkeit aller Verkehrsteilnehmer erfordert.

Rückblick auf das Schuljahr 2025/2026: Zahlen und Erkenntnisse

Im abgelaufenen Schuljahr 2025/2026 wurden im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums 78 Schulwegunfälle registriert; das sind 11 Fälle bzw. 12,35 Prozent weniger als im Vorjahr (89). Insgesamt erlitten 109 Schülerinnen und Schüler Verletzungen (Vorjahr 101). Die Zahl der schwer Verletzten stieg von zehn auf elf, die Zahl der leicht Verletzten von 93 auf 98. Erstmals nach sieben Jahren kam es wieder zu einem tödlich verunglückten Schüler: Ursache war ein Schulbusunfall am 10.06.2026 in Hebertshausen im Landkreis Dachau.

Etwa die Hälfte der Schulwegunfälle wurde von den Kindern selbst verursacht. Die meisten Unfälle ereigneten sich auf der Fahrbahn (43), gefolgt von Radwegen (17) und Gehwegen (10). Zeitlich traten 59 Prozent der Unfälle zu den Schulbeginn- und -endzeiten auf, also zwischen 7 und 8 Uhr sowie 13 und 14 Uhr. Altersmäßig bildeten Kinder zwischen acht und 13 Jahren die größte Gruppe der Verletzten. Häufigste Beteiligungsart waren Unfälle als Radfahrer (44), danach folgten Fußgänger mit 24 Fällen.

Schulweghelfer und Appell an Eltern und Verkehrsteilnehmer

Das Polizeipräsidium hebt hervor, dass an durch Schulweghelfer oder Schülerlotsen gesicherten Übergängen seit 1953 in Bayern kein einziger schwerer oder tödlicher Schulwegunfall verzeichnet wurde. “Letzteres zeigt, wie wichtig der Einsatz von Schulweghelfern bzw. Schülerlotsen ist”, heißt es in der Mitteilung.

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Die Polizei richtet einen Appell an Eltern und alle Verkehrsteilnehmer: Bereiten Sie Ihre Kinder gut auf den Schulweg vor und gehen Sie selbst immer mit gutem Beispiel voran: Erwachsene sind Vorbilder. Außerdem sollten Autofahrerinnen und Autofahrer mit erhöhter Aufmerksamkeit vorausschauend fahren und bremsbereit sein, da Kinder Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen können und ohne Vorwarnung loslaufen könnten.

Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.