Pirna – Ein Moment der Unachtsamkeit führte zu einer dramatischen Rettungsaktion im sächsischen Pirna. Ein zweijähriger Junge stürzte in ein drei Meter tiefes Rohr und musste in einer stundenlangen Aktion befreit werden.
Der Vorfall ereignete sich beim Spielen, als das Kleinkind auf einen Abdeckdeckel trat, der offenbar nachgab. Das Kind rutschte in das enge Rohr und blieb mehrere Meter tief stecken. Laut Polizeiangaben dauerte es etwa zweieinhalb Stunden, bis der Junge befreit werden konnte.
Bäume gefällt und Bagger eingesetzt
Die Rettung gestaltete sich äußerst schwierig. Das Rohr war so eng, dass die Einsatzkräfte zunächst den Bereich um den Schacht freilegen mussten. Dazu wurde ein Bauunternehmen mit zwei Baggern hinzugezogen. Um den Zugang zu erleichtern, mussten sogar zwei Bäume gefällt werden. Schließlich konnte der Junge mithilfe eines Seils aus seiner misslichen Lage befreit werden.
„Das war eine außergewöhnlich komplizierte Rettungsaktion, die durch die Kälte und die engen Platzverhältnisse zusätzlich erschwert wurde“, so ein Sprecher der Feuerwehr.
Unterkühlt, aber nur leicht verletzt
Nach der Rettung wurde der Zweijährige sofort medizinisch versorgt. Trotz Temperaturen unter null Grad kam er mit einer leichten Unterkühlung und einigen Kratzern davon. Zur weiteren Beobachtung wurde er gemeinsam mit seiner Mutter ins Krankenhaus gebracht.
Großes Lob für die Einsatzkräfte
Die Einsatzkräfte, darunter Feuerwehr und Polizei, wurden für ihren schnellen und koordinierten Einsatz gelobt. „Hier hat sich gezeigt, wie wichtig Teamarbeit und schnelle Hilfe in solchen Situationen sind“, sagte ein Sprecher vor Ort.
Die Rettung des Jungen hat gezeigt, wie gefährlich ungesicherte Schächte sein können. Die Behörden haben angekündigt, die Sicherheit an vergleichbaren Stellen zu überprüfen, um solche Vorfälle künftig zu vermeiden.


