Augsburg – Bereits Ende 2024 gingen bei der Augsburger Polizei anonyme Hinweise ein, dass in einem Club in der Augsburger Innenstadt offener Drogenkonsum und -handel stattfinden soll. Intensive Ermittlungen bestätigten diese Verdachtsmomente. Daraufhin wurden, in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Augsburg, Durchsuchungsbeschlüsse beim Amtsgericht erwirkt. Im Rahmen der intensiven Ermittlungen kam es am vergangenen Wochenende zu einem Einsatz, bei dem die Polizei stoppt nächtlichen Diebstahl in der Nähe des verdächtigen Clubs. Die Beamten konnten mehrere Verdächtige festnehmen, die offenbar in die Drogengeschäfte verwickelt waren. Dieser Erfolg führte zu weiteren Hinweisen und verstärkte die Dringlichkeit der laufenden Ermittlungen.
Großeinsatz mit 200 Kräften
Aufgrund der Erkenntnisse und der Größe des Einsatzortes war ein umfangreicher Einsatz erforderlich. Insgesamt waren 200 Einsatzkräfte im Einsatz, davon 100 direkt am Club. Um Identitätsschutz und Eigensicherung zu gewährleisten, trugen die Beamten Unterziehhauben. Schnelligkeit und Überraschung waren bei diesem Einsatz entscheidend, um Beweismittel zu sichern und Personen zu identifizieren. Türen wurden bei Bedarf auch mit technischen Hilfsmitteln geöffnet.
Durchsuchungen und rechtliche Maßnahmen
Beim Betreten des Clubs wurde der Geschäftsführer sofort mündlich über den Durchsuchungsbeschluss informiert, der ihm später schriftlich übergeben wurde. Alle im Club anwesenden Personen erhielten Informationen über die Maßnahmen und eine schriftliche Rechtsbelehrung. Insgesamt 263 Personen wurden angetroffen, darunter zwei Jugendliche. Trotz des schnellen Zugriffs fanden die Beamten eine mittlere zweistellige Anzahl Betäubungsmittel. Die Kontrollen begannen gegen 21:30 Uhr, wobei die ersten Personen bereits um 21:39 Uhr den Club verlassen konnten. Die letzte Person wurde um 23:53 Uhr aus dem Club entlassen. Mehrere beheizte und blickdichte Zelte wurden für die Durchsuchungen aufgebaut.
Ermittlungen laufen, friedliche Proteste draußen
Während der Aktion wurden zahlreiche Strafverfahren wegen Drogenbesitzes oder -handels eingeleitet. Ein Haftbefehl konnte vollstreckt werden, zudem wurden 15 Personen vorläufig festgenommen. Zwei Personen leisteten Widerstand gegen die Beamten und wurden ebenfalls festgenommen und später entlassen. Vor dem Club versammelten sich 90 Menschen zu einer friedlichen Spontanversammlung. Einzelne Teilnehmer riefen polizeifeindliche Parolen, woraufhin ein Strafverfahren eingeleitet wurde. Bei der gesamten Aktion gab es keine Verletzungen.





