In Weiden i.d.OPf. und Amberg haben in den letzten Wochen Betrugsfälle durch sogenannte „Russische Callcenter“ zugenommen. Bei zwei Vorfällen in der vergangenen Woche kam es zu erfolgreichen Betrügen. Der mutmaßliche Geldabholer konnte inzwischen identifiziert und festgenommen werden.
Neue Betrugsmasche trifft auf ältere Generation
Am Mittwoch, dem 27.05.2026, fiel eine 74-jährige Deutsch-Russin aus Weiden i.d.OPf. der neuen Betrugsmasche „russische Callcenter“ zum Opfer. Die Betrüger kontaktierten sie auf Russisch und überzeugten sie, eine hohe fünfstellige Summe Bargeld als Kaution an der Haustür zu übergeben. Erst eine Stunde später erkannte die Seniorin den Betrug und informierte die Polizei.
Zweites Opfer in Amberg
Ein ähnlicher Fall ereignete sich am Donnerstagabend, dem 28.05.2026, in Amberg. Hier übergab eine 76-jährige Deutsche mit russischen Wurzeln einen mittleren fünfstelligen Betrag, bevor sie den Betrug bemerkte und die Polizei verständigte. Trotz umfassender Fahndungsmaßnahmen entkam der Geldabholer zunächst.
Festnahme eines Verdächtigen
Am Freitag, dem 29.05.2026, erkannte die erste Geschädigte den mutmaßlichen Täter in einer Arztpraxis in Weiden. Die Polizei nahm den 43-jährigen Ukrainer vorläufig fest. Auch die zweite Betroffene identifizierte den Mann anhand eines Fotos. Am 30.05.2026 wurde der Verdächtige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Weiden dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen.
Veröffentlicht am 02.06.2026 um 13:05 Uhr

