Im Raum Hof stellt der Konsum illegaler chemisch veränderter Liquids eine zunehmende Gefahr für Jugendliche dar. Bei Personenkontrollen stießen Polizeibeamte in den letzten Monaten immer wieder auf sogenannte „Zombie-“ oder „Baller-Liquids“, die über E-Zigaretten oder Vapes konsumiert werden. Diese Liquids enthalten synthetische Cannabinoide, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen und illegal sind. Ihr Konsum kann schwere gesundheitliche Folgen wie Benommenheit, Halluzinationen oder sogar lebensbedrohliche Kreislaufzusammenbrüche verursachen.
Präventionskampagne der Polizei Oberfranken
Als Reaktion auf diese Entwicklung hat die Polizei Oberfranken eine Präventionskampagne gestartet. Ihr Ziel ist es, Jugendliche und junge Erwachsene frühzeitig über die Risiken aufzuklären und Eltern sowie Lehrkräfte als zentrale Ansprechpartner zu sensibilisieren. Die Stadt Hof unterstützt die Kampagne durch ihr kommunales Netzwerk, um Informationen gezielt an Eltern und Lehrer weiterzugeben. Oberbürgermeisterin Eva Döhla betont: „Prävention lebt von Zusammenarbeit. Wenn wir Eltern, Schulen und Institutionen frühzeitig informieren, schaffen wir die Grundlage dafür, Jugendliche wirksam zu schützen“.
Fortführung des Sicherheitskonzepts „Sicher in Hof leben“
Im Rahmen der Kampagne führt die Polizeiinspektion Hof das Sicherheitskonzept „Sicher in Hof leben“ fort, das gezielte Schwerpunktkontrollen beinhaltet. Ziel ist es, den illegalen Besitz und Konsum dieser Substanzen frühzeitig zu erkennen und Risiken zu minimieren. Günter Greim, Leiter der Polizei Hof, erklärt: „Prävention und Kontrolle gehören für uns untrennbar zusammen.“
Mehrstufiger Ansatz zur Informationsvermittlung
Die Präventionskampagne sieht mehrere Schritte vor. Zunächst werden Eltern und Lehrkräfte über Informationsschreiben und eine zentrale Homepage informiert, die weiterführende Informationen in Text- und Videoformat bietet. An weiterführenden Schulen werden Plakate mit QR-Codes ausgehängt, die zu einer speziell für Jugendliche aufbereiteten Informationsseite führen. Präventionsbeamte klären zudem direkt im Schulunterricht über die Risiken auf. „Wirksam wird Prävention für Jugendliche vor allem dann, wenn die Informationen und Botschaften aus mehreren Richtungen bestätigt werden“, erläutert Uwe Müller.
Zusätzlich nutzt die Polizei Oberfranken digitale Kanäle, um über Social Media-Videos Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte zu erreichen. Die Polizei bedankt sich bei allen beteiligten Netzwerkpartnern für die erfolgreiche Kooperation.



