Am Montagabend, dem 2. Februar 2026, fanden in der Nürnberger Innenstadt mehrere politische Versammlungen statt. Die Polizei sorgte dafür, dass verschiedene politische Gruppierungen nicht unmittelbar aufeinandertrafen und der Ablauf der Versammlungen ordnungsgemäß verlief.
Versammlung unter dem Motto „Wir fordern die Ächtung des Kampfbegriffs ‚Nazi‘ durch den Nürnberger Stadtrat!“
In der Spitze versammelten sich etwa 50 Personen gegen 18:30 Uhr auf dem Jakobsplatz, um unter dem genannten Motto zu demonstrieren. Nahezu zeitgleich formierten sich in der Umgebung mehrere Gegenproteste mit insgesamt rund 110 Teilnehmern. Um die Trennung der Gruppen zu gewährleisten, setzte die Polizei Sperrgitter ein.
Blockade auf der Augustinerstraße und Sicherheitsmaßnahmen
Nachdem die erste Versammlung gegen 19:20 Uhr mit einem Demonstrationszug durch die Innenstadt gestartet war, folgte der Gegenprotest seinem Beispiel. Um 19:40 Uhr blockierten Gegendemonstranten die Augustinerstraße, indem sie sich auf die gesamte Fahrbahn setzten. Die Polizei sprach die Blockierer zunächst mit Hinweisen an. Die Situation spitzte sich zu, als ein Notarztwagen durch die blockierte Straße musste. Dadurch wurden einige Demonstranten zum Aufstehen bewegt, wodurch die Polizei eine Lücke freihielt und dabei auch unmittelbaren Zwang anwendete.
Versuche, die Abschlusskundgebung zu stören
Gegenprotestierende versuchten, auf die mit Sperrgittern geschützte Fläche der Abschlusskundgebung am Jakobsplatz zu gelangen. Um dies zu verhindern, setzten die Einsatzkräfte erneut unmittelbaren Zwang ein. Eine weitere Blockade am Ludwigstor konnte umgangen werden. Nach der Rückkehr des Demonstrationszuges zum Jakobsplatz gelang es zwei Personen des Gegenprotests, die Versammlungsfläche zu betreten, was ebenfalls polizeiliches Eingreifen erforderte. Bei der Entfernung der Personen verletzte sich eine von ihnen leicht. Die Abschlusskundgebung endete gegen 20:50 Uhr.
Nachträglich prüft die Kriminalpolizei Nürnberg mögliche Verstöße im Zusammenhang mit den Versammlungen. Unter der Leitung der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte waren Einheiten der Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken, der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Nürnberger Verkehrspolizei sowie der Kriminalpolizei Nürnberg im Einsatz.
Erstellt durch: Christian Seiler





