Am Montagabend, dem 19. Januar 2026, fanden in der Nürnberger Innenstadt mehrere Versammlungen statt. Zur Gewährleistung eines geordneten Ablaufs und um das Aufeinandertreffen unterschiedlicher politischer Lager zu verhindern, war ein Großaufgebot an Polizeibeamten im Einsatz.
Kundgebung im Fokus
Gegen 18:30 Uhr versammelten sich am Hallplatz 78 Teilnehmer zu einer Kundgebung mit dem Titel „Linke Terroristen – von der Regierung gefördert, von der Justiz geschützt?“. Zur gleichen Zeit fanden in unmittelbarer Nähe mehrere Gegenproteste statt, an denen zeitweise bis zu 100 Personen partizipierten.
Demonstrationszüge und Blockaden
Um 19:15 Uhr setzte sich die eingangs erwähnte Versammlung zu einem Demonstrationszug in Bewegung, der durch die Nürnberger Innenstadt führte. Ein Großteil der Gegendemonstranten schloss sich ebenfalls angemeldeten Aufzügen an. In der Breiten Gasse am Ludwigsplatz kam es zu einer Blockadeaktion. Gegendemonstranten setzten sich auf die Straße, um den Aufzug zu stoppen. Trotz wiederholter Aufforderungen der Polizei, die Strecke freizugeben, mussten vier Personen schließlich von den Einsatzkräften beiseite getragen werden, sodass die Versammlung fortgesetzt werden konnte.
Abschluss und Nachbearbeitung
Nach der Rückkehr zum Hallplatz endete die Versammlung mit einer Abschlusskundgebung gegen 21:00 Uhr. Die Kriminalpolizei Nürnberg wird die Ereignisse und etwaige Verstöße im Zusammenhang mit den Versammlungen nachträglich prüfen.
Der Einsatz wurde von der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte koordiniert und umfasste Kräfte der Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken, der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Nürnberger Verkehrspolizei sowie der Kriminalpolizei Nürnberg.
Erstellt durch: Janine Mendel

