Ramsberg | War es ein Downburst? Schneise der Verwüstung – Bäume treffen Autos und LKW

In Ramsberg, im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen bot sich am Donnerstagabend (17.08.2023) ein Bild des Grauens. War es ein Downburtst? Circa 400 Bäume knicken wie Streichhölzer, begraben Fahrzeuge unter sich und sorgen für massive Verkehrsbehinderungen. Die Naturgewalt richtete binnen Minuten eine Schneise der Verwüstung von rund 200 Metern ein, die für Schock und Verzweiflung sorgte.

Bild: vifogra

Die Staatsstraße 2222 war zur Hauptbühne dieses Desasters geworden. Einsatzleiter Rettungsdienst, Markus Dengler, berichtete, dass „es zwei bis fünf Patienten sind und circa 15 unverletzte Beteiligte“ gibt. Die anfänglichen Nachrichten hatten Anlass zur Sorge gegeben, dennoch war das Resultat vergleichsweise glimpflich. Er betonte die erschütternde Szenerie: „Das hätte ganz anders ausgehen können heute.“

Gegen 17:30 Uhr gingen die ersten Gewitterzellen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hoch und ein gefürchteter Downburst könnte der Übeltäter gewesen sein. Als Downburst wird laut DWD ein extrem starker Fallwind aus einer Gewitterzelle bezeichnet. „Dieser Fallwind prallt aus der Höhe auf den Boden auf und wird dann nach verschiedenen Seiten abgelenkt. Dies geht oft gleichzeitig mit sehr heftigem Niederschlag und/oder Hagel einher.“

Matthias Geck, Kreisbrandmeister für Öffentlichkeitsarbeit im betroffenen Landkreis, stellte fest, dass „die Einsatzstelle sich über mindestens 200 Meter erstreckt“ und der angrenzende Wald auch massive Schäden erlitten hat.

Matthias Geck, Kreisbrandmeister für Öffentlichkeitsarbeit im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, gibt einen ersten Hinweis auf die mögliche Ursache dieses verheerenden Ereignisses: „Ich gehe davon aus, dass es hier aufgrund der Gewitter entweder starke Windböen oder einen Downburst gab,“ sagte Geck.

Eine präzise Zahl der umgestürzten Bäume ist schwer zu ermitteln, aber Geck schätzte, dass es weitaus mehr als 400 Bäume sein könnten: „Die Einsatzstelle erstreckt sich über mindestens 200 Meter, also wahrscheinlich reichen keine 400 Bäume, die dementsprechend beschädigt wurden oder umgestürzt sind.“

Über 75 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst waren vor Ort, um die Verletzten zu versorgen, die Straße zu räumen und die Gefahr durch hängende Bäume zu beseitigen. „Wir haben insgesamt fünf eingesetzte Feuerwehren, circa 50 bis 60 Leute von der Feuerwehr plus 25 Leute THW plus Rettungsdienst,“ so Geck.

Inmitten der Verwüstung bleibt eine überwältigende Erkenntnis: Es hätte viel schlimmer kommen können. Ein Szenario, das in den Köpfen der Rettungskräfte und der Betroffenen noch lange nachhallen wird.

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