Derbyzeit in der Ratiopharm arena: Am Freitagabend treffen Ratiopharm Ulm und die MHP RIESEN Ludwigsburg zum 90. Mal in ihrer gemeinsamen Geschichte aufeinander. Tipoff ist um 20 Uhr, einige wenige Tickets sind noch erhältlich.
Ein Schwabenderby steht traditionell für Emotionen, Rivalität und intensive Duelle – und diesmal sorgt auch die Tabellensituation für zusätzliche Spannung. Beide Teams befinden sich im engen Rennen um die Playoff-Plätze und benötigen dringend Siege. Für Ulms Headcoach Ty Harrelson ist das Spiel deshalb von besonderer Bedeutung: Nach der Niederlage im Hinspiel soll vor heimischem Publikum die Revanche gelingen. Die Mannschaft wolle die Energie eines Derbys nutzen und an die starke Phase vor der Länderspielpause anknüpfen, zuletzt hatte Ulm gegen Oldenburg einen guten Rhythmus gefunden.
Schlüsselduell unter den Körben
Ein Blick auf die Statistik zeigt: Vor allem unter dem Korb treffen zwei der besten Rebound-Teams der Liga aufeinander. Ludwigsburg greift im Schnitt 40,9 Rebounds pro Spiel ab und liegt damit ligaweit auf Rang drei – nur knapp vor Ulm, das mit 39,7 Rebounds Platz vier belegt.
Auch bei den Offensivrebounds haben die Ludwigsburger leicht die Nase vorn. Mit durchschnittlich 14,3 eingesammelten Abprallern am gegnerischen Brett erspielen sich die Barockstädter regelmäßig zusätzliche Wurfchancen. Die Ulmer hingegen gelten als besonders effizient darin, genau diese zweiten Möglichkeiten in Punkte umzuwandeln. Wer im Derby die Rebound-Duelle gewinnt, könnte deshalb einen entscheidenden Vorteil haben.
Ludwigsburg peilt Rückkehr in die Playoffs an
Nach dem Verpassen der Postseason in der vergangenen Saison wurde der Kader der Ludwigsburger von Cheftrainer Mikko Riipinen neu zusammengestellt. Mit aktuell elf Siegen und neun Niederlagen liegt das Team auf Rang neun – ein Platz, der zumindest zur Teilnahme an den Play-Ins reichen würde.
Ein Vorteil gegenüber dem Vorjahr: Die Mannschaft musste sich in dieser Saison nicht zusätzlich mit internationalen Wettbewerben beschäftigen. Trotzdem blieb der Kader im Verlauf der Spielzeit nicht unverändert. Mit Toms Skuja, Gavin Schilling und Darnell Edge kamen mehrere Spieler nachträglich ins Team, während andere Akteure den Klub wieder verließen.
Offensiv prägt vor allem ein Trio das Spiel der Ludwigsburger: Traveon Buchanan (16,2 Punkte im Schnitt), Stefan Smith (15,7) und Elijah Hughes (14,9) zählen zu den wichtigsten Scorern. Ergänzt wird die Offensive durch den senegalesischen Nationalspieler Babacar Sane, der mit Athletik und spektakulären Aktionen regelmäßig für Highlights sorgt.
Für Ulm bedeutet das: Im Derby wird nicht nur Leidenschaft gefragt sein, sondern auch defensive Disziplin – denn gegen Ludwigsburg kann jedes kleine Detail den Unterschied machen.


