Schatten und Licht von Tourismus auf den Kanarischen Inseln

Sie sind das Reiseziel schlechthin für viele Deutsche und Menschen aus Europa. Die Kanarischen Inseln locken mit Vielfalt, Abwechslungsreichtum und jeder Menge Erholung. Was aus Urlaubersicht die perfekte Option zum Entspannen ist, sorgt bei Einheimischen nicht selten für Ärger. In den Tourismusgebieten beherrschen die Menschen das Thema Gastfreundschaft perfekt. Andernorts gehen sie zu Zehntausenden auf die Straße und demonstrieren. Woran das liegt und was in Gran Canaria und Co. passieren muss, wird nachfolgend genauer berichtet. 

Kanaren-Boom beim Urlaubern 

Mit Ausgangsort im eigenen Ferienhaus Gran Canaria erkunden und die Ferien genießen. So oder so ähnlich sieht für viele Touristen der Kanarischen Inseln der Inbegriff erholsamer Ferien aus. Tatsächlich haben die Kanarischen Inseln nicht nur durch ihre Wetterlage viel zu bieten. Sie sind voller kultureller Abenteuer und ermöglichen Feriengästen ein Erlebnis für Generationen. 

Hier können Oma, Opa, Eltern und Kinder auch beim Mehrgenerationenurlaub punkten. Was man auf Gran Canaria unternehmen kann ist so vielfältig, dass jeder das passende Unterhaltungsangebot findet.  

Gleichzeitig hat sich der Sauf- und Partytourismus hier noch nicht so stark ausgebreitet, wie beispielsweise auf Mallorca und Ibiza. Die Kanaren stehen für familiäre Ferien, bieten aber in exklusiven Gebieten auch jungen Menschen die Möglichkeiten zum Feiern und genießen. 

16 Millionen Menschen werden 2025 erwartet 

Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2025 ein neuer Rekord in Sachen Besucherzahlen aufgestellt wird. Rund 16,5 Millionen Gäste aus dem Ausland erwartet man. Die verteilen sich natürlich nicht nur in Gran Canaria, sondern über alle Kanarischen Inseln hinweg. 

Aus wirtschaftlicher Sicht ein Segen für die Inseln, bei den Einheimischen aber auch ein Grund zur Bange. Es ist nicht so, dass die Menschen auf den Kanaren keine Gastfreundschaft leben würde. Wer hier als Tourist anreist, wird überall freundlich behandelt und willkommen geheißen. 

Demonstrationen gegen Massentourismus finden außerhalb der Touristengebiete statt. Sie beziehen sich nicht auf die Anwesenheit der Urlauber, die hier niemanden stört. Stattdessen wird demonstriert, weil der Wohnraum für Einheimische immer knapper wird. In vielen Hauptstädten wie z.B. La Olive ist der Immobiliensektor zugunsten der Touristen bereits deutlich verändert. Rund ein Fünftel des verfügbaren Wohnraums wird in Form von Ferienwohnungen bereitgehalten, Raum, der für Einheimische fehlt. 

Die Folge ist auch finanziell zu spüren, denn die Preise für Wohnraum sind erheblich angestiegen. Das hat für Unmut in der Kanarischen Bevölkerung gesorgt und dafür, dass die Politik gefragt ist. 

Tourismus und Leben im Einklang 

Die Politik hat bereits angekündigt, dass man Tourismus und Leben vor Ort gesetzlich in Einklang bringen werde. Auf die Freude der Urlauber möchte niemand auf den Kanaren verzichten. Tourismus sichert einen großen Teil der Jobs und Einnahmen. Insbesondere während der Hochsaison bieten gastronomische Betriebe und Hotelketten immer wieder saisonale Jobs an, von denen die Einheimischen auf den Kanaren profitieren. 

Dennoch wird es Lösungen brauchen, damit der Wohnraum für die Menschen vor Ort bezahlbar bleibt und trotzdem genug Platz für Tourismus vorhanden ist. Die Politik Spaniens und der Kanaren arbeitet bereits an effizienten Lösungen. Vor allem Privatvermieter sollen bessere Möglichkeiten haben, sich auch über Tourismus etwas dazu zu verdienen und so das Einkommen zu sichern. 

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