St. Veit – Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Dienstag (08.01.2026) gegen 16.45 Uhr auf der Staatsstraße 2222 bei St. Veit. Auf nahezu gerader Strecke prallten ein Seat Ateca und ein VW T-Cross frontal ineinander. Beide Fahrzeuge verkeilten sich, die Fahrer wurden schwer eingeklemmt.
Als einer der ersten Helfer war zufällig ein Feuerwehrmann vor Ort, der den Unfall während der Fahrt bemerkte. Er hielt sofort an, stieg aus und erkannte die dramatische Lage. Beide Fahrzeugführer waren eingeklemmt und schwer verletzt. Der Feuerwehrmann leistete umgehend Erste Hilfe und setzte einen qualifizierten Notruf ab. Dank seiner fachlichen Einschätzung der Verletzungsschwere erhöhte die Leitstelle die Alarmstufe auf THL 4.
„Natürlich sind Ersthelfer extrem wichtig. Ohne sie würde keine Feuerwehr und kein Rettungsdienst alarmiert werden“, betonte Frank Pelger, Kreisbrandmeister für Öffentlichkeitsarbeit im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. In diesem Fall habe die Erfahrung des Feuerwehrmannes den entscheidenden Unterschied gemacht, da die Leitstelle aufgrund der präzisen Angaben frühzeitig umfangreiche Kräfte alarmierte.
Die Feuerwehren St. Veit und Pleinfeld rückten an. Vor Ort bestätigte sich die Lage: Beide Fahrer waren schwer eingeklemmt. Der Rettungsdienst stellte schnell fest, dass sich eine Person in akuter Lebensgefahr befand, während die zweite Person unter anderem eine Armfraktur erlitten hatte.
Die Feuerwehr Pleinfeld begann umgehend mit der technischen Rettung. Insbesondere die im VW T-Cross eingeklemmte Person musste mit schwerem Rettungsgerät, darunter Schere, Spreizer und Rettungszylinder, aus dem Fahrzeug befreit werden. Ein Rettungshubschrauber landete an der Unfallstelle und brachte die lebensgefährlich verletzte Person in eine Fachklinik.
Für eine ungewöhnliche Situation sorgte ein weiterer Fund im VW T-Cross: In Transportboxen befanden sich lebende Tauben. Diese wurden von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug gerettet. Die Polizeiinspektion Weißenburg übernahm die Tiere und brachte sie zur weiteren Pflege in sichere Obhut. Eine Taube war aus einer Box entkommen und musste im Umfeld der Unfallstelle eingefangen werden.
Die Staatsanwaltschaft ordnete aufgrund der Schwere des Unfalls ein Gutachten zur Klärung der Unfallursache an. Die Feuerwehr leuchtete die Unfallstelle mit einer Drehleiter aus und sicherte die Straße. Auffällig war, dass der Tachometer des Seat Ateca bei 100 km/h stehen geblieben war. Die Bergung der Fahrzeuge übernahm ein Abschleppdienst, während die Unfallaufnahme aufgrund eisiger Temperaturen längere Zeit in Anspruch nahm.
Kreisbrandmeister Pelger nutzte den Einsatz auch für einen eindringlichen Appell an Verkehrsteilnehmer: „Es geht zunächst um die eigene Sicherheit, dann um das Absichern der Unfallstelle und das Absetzen eines Notrufs. Wegschauen wäre das Falscheste.“
Dank des schnellen und professionellen Handelns des Feuerwehrmannes als Ersthelfer konnte am Dienstag bei St. Veit Schlimmeres verhindert werden. Möglicherweise hat sein Einsatz ein Menschenleben gerettet.





