Am Samstag, dem 29.07.2023, gegen 08.44 Uhr, erhielt die Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck die Mitteilung, dass in einem Pkw der Marke BMW eine Person eingeklemmt wäre, nachdem das Fahrzeug von der Fahrbahn der A96, Fahrtrichtung Lindau, bei Km 115,82, abgekommen war und sich in einer die Autobahn tangierenden Wiese mehrfach überschlagen hatte.

Den erst eintreffenden Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Landsberg am Lech und der Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck bot sich das Bild eines total zerstörten Fahrzeugs. Die örtliche Feuerwehr war zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Rettung des alleine im Fahrzeug befindlichen Fahrers, eines 36-Jährigen aus dem Landkreis Donau-Ries beschäftigt, welcher unter Einsatz der Rettungsschere aus dem Wrack befreit werden musste. Erste Zeugenvernehmungen und eine Inaugenscheinnahme der Unfallörtlichkeit führten zum vorläufigen Ermittlungsergebnis, nämlich, dass der Fahrer des hochmotorisierten BMW M5 auf regennasser Fahrbahn und nach dem Wiedereinordnen vom linken auf den rechten Fahrstreifen die Kontrolle über das Fahrzeug verlor.
Zum Verhängnis wurde dem Verkehrsteilnehmer, dass sich die Unfallörtlichkeit an einer leichten Linkskurve der A96 befindet, wo am Fahrbahnrand eine Leitplanke beginnt. Bauartbedingt bilden Leitplanken am Beginn eine schiefe Ebene, welche für Fahrzeuge, die im flachen Winkel und bei hoher Geschwindigkeit genau diese Stelle treffen, zur Rampe wird. Im gegenständlichen Fall stellte sich im Rahmen des Einmessens der Unfallstelle heraus, dass der BMW eine Flugstrecke von 44 Meter zurückgelegt hatte, bevor er auf der Grasnarbe der angrenzenden Wiese auftraf und sich in der Folge noch mehrfach überschlug.
Der schwer verletzte Fahrer wurde nach seiner Rettung aus dem Wrack mit dem Rettungshubschrauber in ein Klinikum verlegt. Zur Erleichterung aller Einsatzkräfte befand sich der Mann nach der Einlieferung ins Krankenhaus außer Lebensgefahr. Am BMW M5 entstand Totalschaden in Höhe von ca. 130.000 Euro. Der Schaden an den Verkehrseinrichtungen dürfte bei etwa 1.000 Euro liegen.
Die Ermittlungen werden bei der VPI Fürstenfeldbruck geführt, wobei die Staatsanwaltschaft Augsburg bereits eingebunden wurde.
Zur technischen Rettung und Absicherung der Unfallstelle befand sich die Freiwillige Feuerwehr Landsberg am Lech mit starkem Kräfteansatz vor Ort. Ferner waren zwei RTW-Besatzungen, ein Rettungshubschrauber und insgesamt zwei Notärzte zur medizinischen Versorgung in den Einsatz eingebunden. Das Agieren der Rettungskräfte wurde von Mitarbeitern der Autobahnmeisterei Mindelheim flankiert, welche die Reinigung der Unfallstelle und die Absicherung der beschädigten Verkehrseinrichtungen übernahmen.
Die Flüssigkeit des Verkehrs auf der A96 in Fahrtrichtung Lindau war durch den Einsatz kaum beeinträchtigt, da die Rettungs- und Bergungsarbeiten hauptsächlich vom Standstreifen und vom punktuell gesperrten rechten Fahrstreifen aus erledigt werden konnten. Gegen 10.30 Uhr war die Unfallstelle wieder komplett geräumt.

