KRANZBERG, LANDKREIS FREISING – Am 24. Februar 2026 fiel eine Seniorin aus Kranzberg einem geschickten Betrug zum Opfer. Die Täter gaben sich dabei als vermeintliche Polizeibeamte aus.
Anruf von falscher Polizeibeamtin
Eine bislang unbekannte Frau kontaktierte die Seniorin telefonisch und behauptete, sie sei Polizistin. Der Anruferin zufolge wurden Einbrecher festgenommen, die Listen potentieller Opfer dabei hatten – darunter der Name der Seniorin. Trotz ihrer Kenntnis über ähnliche Betrugsmaschen hinterlegte die Frau im Verlauf des Gesprächs Bargeld im sechsstelligen Bereich außerhalb ihrer Wohnung im südöstlichen Teil von Kranzberg.
Polizei ermittelt und gibt Verhaltenstipps
Erst nachdem die Täter das Geld abgeholt hatten, schöpfte die Seniorin Verdacht und vertraute sich ihren Nachbarn an. Diese verständigten umgehend die Polizei, woraufhin die Kriminalpolizei Erding die Ermittlungen übernahm und Zeugen um Hinweise bittet.
Die Kriminalpolizei rät dringend zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:
- Legen Sie auf, wenn Sie unsicher sind, wer anruft oder sich unter Druck gesetzt fühlen.
- Die Polizei ruft niemals unter der Nummer 110 an – das tun nur Betrüger. Nutzen Sie für einen Rückruf niemals die Rückruftaste, sondern wählen Sie immer selbst die 110.
- Kontaktieren Sie angeblich betroffene Angehörige immer über deren Ihnen bekannte Nummern.
- Sprechen Sie niemals über persönliche oder finanzielle Details am Telefon.
- Übergeben Sie niemals Geld an Fremde.
- Ziehen Sie bei Zweifeln eine Vertrauensperson hinzu oder rufen Sie die Polizei über den Notruf 110 an.
- Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände zur Durchführung von Ermittlungen.
Weitere Informationen zu Schockanrufen und Betrug über Messenger-Dienste finden Sie auf den Internetseiten der Präventionskampagne LEG AUF!.

