Speicherbranche sieht Gassystem an Belastungsgrenze

Angesichts sich leerender Speicher warnt die Gasspeicherbranche vor einer Überlastung des Gassystems, insbesondere in Süddeutschland.

Gasspeicher (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

„Die niedrigen Füllstände der bayerischen Speicher sind eine besondere Herausforderung für das Gassystem“, sagte Sebastian Heinermann, Geschäftsführer der Initiative Energien Speichern (INES), dem Verband der deutschen Speicherbetreiber, dem Wirtschaftsmagazin Capital. „Trotz eines vergleichsweise normalen Winters und ohne infrastrukturelle Ausfälle fährt das System am Rande der Belastungsgrenze. Das ist bedenklich“, fügte Heinermann hinzu.

Hintergrund der Aussagen sind die sehr niedrigen Füllstände der Erdgasspeicher in Bayern. Die Speicher dort sind derzeit nur noch zu rund 20 Prozent gefüllt – knapp zehn Prozentpunkte weniger als im Bundesdurchschnitt. „Bei niedrigen Füllständen sinkt das Tempo, mit dem Gas ausgespeichert werden kann“, sagte Heinermann. Er verwies darauf, dass die Speicher auch eine wichtige Rolle für den Gastransport von Norden nach Süden spielten. „Derzeit gibt es noch ausreichend Gas im System“, so Heinermann. „Aber Gasspeicher stützen auch die Netze bei der Aufgabe, die Gasverfügbarkeit in Süddeutschland sicherzustellen.“

Auf Anfrage von Capital erklärte das Bundeswirtschaftsministerium, für die Beurteilung der Versorgungssicherheit seien neben den Importen von Flüssigerdgas (LNG) und freien Pipeline-Kapazitäten auch die Erdgasspeicher in Nachbarstaaten von Bedeutung. Konkret verwies eine Ministeriumssprecherin auf die österreichischen Speicher Haidach und 7Fields, die an das bayerische Fernleitungsnetz angeschlossen seien. „Die Versorgungssicherheit Bayerns, Deutschlands sowie unserer Nachbarstaaten ist dabei nicht gefährdet“, sagte sie.

Anzeige
DTS Nachrichtenagentur
DTS Nachrichtenagentur
Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

Meistgelesen

Unbekannter Täter verletzt 25-Jährigen bei Angriff in Augsburger Innenstadt

Augsburg – Am Dienstagabend kam es am Don-Bosco-Platz in...

Warnstreik legt Nahverkehr in Augsburg lahm – Busse und Straßenbahnen bleiben im Depot

Ein Warnstreik hat am Donnerstag den öffentlichen Nahverkehr in Augsburg weitgehend zum Stillstand gebracht. Die Gewerkschaften Verdi und Nahverkehr haben die Beschäftigten der Stadtwerke Augsburg (swa) im Verkehrsbereich zum Arbeitskampf aufgerufen. Für viele Pendler bedeutet das massive Einschränkungen bei Bus und Tram im gesamten Stadtgebiet.

Das bedeutet der Warnstreik bei den Stadtwerken heute für den Nahverkehr in Augsburg

Der aktuelle Warnstreik der Gewerkschaften Verdi und Nahverkehrsgewerkschaft hat am Freitag keine größeren Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr in Augsburg. Fahrgäste können Busse und Straßenbahnen der Stadtwerke Augsburg (swa) weitgehend wie gewohnt nutzen.

Polizeibericht Augsburg vom 19.03.2026

Hier lesen Sie den Polizeibericht Augsburg von heute