Am 47. Spieltag führte die Reise der Joker zu den Kassel Huskies, die als Tabellenzweiter ins Duell gingen. Die personelle Situation beim ESV Kaufbeuren blieb angespannt: Mehrere Leistungsträger fehlten verletzungs- oder krankheitsbedingt, zudem standen einige Akteure nicht im Spieltagskader.
Trainer Leif Carlsson setzte zwischen den Pfosten auf Rihards Babulis – eine Entscheidung, die sich im Verlauf des Abends als entscheidend erweisen sollte.
Effizientes erstes Drittel
Trotz der Ausfälle erwischten die Allgäuer einen überzeugenden Start. Nach überstandener Unterzahl nutzten die Joker ihr erstes Powerplay eiskalt aus: Jonny Tychonick traf nach schönem Doppelpass zur Führung. Kaufbeuren blieb am Drücker und erhöhte nach einem schnellen Konter erneut durch Tychonick auf 2:0.
Kurz vor der Pause kamen die Huskies nach einem Scheibenverlust zwar zum Anschluss, doch insgesamt präsentierten sich die Joker im ersten Drittel defensiv stabil und offensiv zielstrebig.
Offener Schlagabtausch im Mittelabschnitt
Im zweiten Drittel erhöhten die Hausherren den Druck deutlich. Babulis rückte nun immer stärker in den Fokus und hielt sein Team mit mehreren starken Paraden im Spiel.
Auf das 3:1 durch Vadim Schreiner folgte allerdings postwendend die Antwort der Hessen. In der Folge entwickelte sich eine intensive Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Kurz vor der zweiten Pause kochten die Emotionen hoch, mehrere Spieler mussten nach einer Rudelbildung auf die Strafbank.
Souveräne Entscheidung im Schlussdrittel
Im letzten Abschnitt agierte der ESV Kaufbeuren abgeklärt. Ein 5-gegen-3-Powerplay nutzte Neuzugang Travis Turnbull per Direktabnahme zum 4:2. Anschließend konzentrierten sich die Gäste auf eine kompakte Defensive und ließen kaum noch klare Möglichkeiten zu.
Als Kassel alles auf eine Karte setzte und den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, krönte Tyson McLellan seine starke Leistung mit einem Treffer ins leere Tor zum 5:2-Endstand.
Geschlossene Mannschaftsleistung als Schlüssel
Am Ende stand ein verdienter Auswärtssieg beim Tabellenzweiten. Ausschlaggebend waren eine disziplinierte Teamleistung, effizientes Special Team und ein überragender Rihards Babulis im Tor. Trotz personeller Engpässe bewiesen die Joker Moral, Struktur und Spielkontrolle – ein starkes Signal im Saisonendspurt.


