Nach drei sieglosen Spielen ist der FC Augsburg in der Bundesliga wieder im Gefahrenbereich zu finden. Mit Blick auf das Jahres-Restprogramm sollte am Samstag gegen Bochum gewonnen werden, wenn man Diskussionen um Trainer Jess Thorup und einen ungemütlichen Advent verhindern möchte.
Der FC Augsburg ist seit drei Bundesligaspielen ohne Sieg, hat dabei gegen Teams auf Augenhöhe wie Wolfsburg und Hoffenheim Punkte liegen gelassen. Ein Sieg gegen das bisher sieglose Schlusslicht aus Bochum scheint deshalb Pflicht, wenn man nicht auf den Relegationsrang abrutschen möchte. Einen Selbstläufer wird es gegen den VfL aber sicher nicht geben, das weiß auch FCA-Coach Thorup. Von einem „harten Stück Arbeit“ spricht der dänische Übungsleiter.
Harter Kampf erwartet
Das Team aus der Kohlestadt hatte zuletzt einen Trainerwechsel vorgenommen. Der erfahrene Dieter Hecking hat übernommen und soll den Traditionsclub aus den Niederungen der Tabelle führen. Trotz der Niederlage zeigte man sich in der letzten Woche beim VfB Stuttgart schon gefestigter. Über intensive Zweikämpfe soll die Mannschaft auch dem FC Augsburg den Schneid abkaufen, die Schwaben sollten sich auf einen Fight einstellen.
Auch der FC Augsburg hatte zuletzt sein Augenmerk auf die Defensive gelegt, beim FC Bayern riegelten sich die Schwaben zumeist tief in der eigenen Hälfte ein. Gerade eine offensive, attraktive Spielweise war vor der Saison aber als eines der Ziele ausgerufen worden, sexy wollte man spielen. Das Auftreten und das mit 12 Punkten übersichtliche Punktekonto lassen die Gesichtszüge der Cluboffiziellen härter und sorgenvoller werden. Es wurde in dieser Woche folgerichtig am Spielaufbau und Offensivaktionen gearbeitet.
Erfolgreiche Woche gegen ungemütliche Adventszeit
Das Spiel am Samstagnachmittag könnte ein richtungsweisendes in dieser Saison und für Trainer Jess Thorup werden. Sollte man die eigene Heimstärke (3 Siege, 2 Unentschieden aus sechs Spielen) gegen Bochum nicht in einen Dreier ummünzen können, könnte es einen ungemütlichen Advent in Schwaben geben. Ein Jahresendspurt mit Spielen in Frankfurt und Kiel, sowie gegen Meister Leverkusen verspricht wenig weitere Zähler.

Auch wenn Thorup nicht von einem Pflichtsieg sprechen möchte, sind der Erfolge gegen den VfL und ein Sieg im Pokal-Achtelfinale am Mittwoch bei Zweitligist Karlsruhe fest eingeplant. Mit dem verletzten Giannoulis (Adduktoren) und dem nach der gelb-roten Karte in München gesperrten Schlotterbeck muss auf zwei Stammkräfte verzichtet werden. Nun muss man kreativ und erfolgreich werden.
Die voraussichtliche Aufstellung

Labrovic – Matsima, Gouweleeuw, Bauer – Wolf, Jakic, Onyeka, Pedersen – Claude-Maurice, Rexhbecaj – Tietz


