Mit einer starken zweiten Halbzeit und einer beeindruckenden Defensivleistung hat Ratiopharm Ulm in der Ratiopharm Arena einen wichtigen Heimsieg gefeiert. Trotz zweistelligem Rückstand drehten die ersatzgeschwächten Ulmer die Partie gegen die Basketball Löwen Braunschweig und setzten sich am Ende verdient mit 72:59 durch.
Die Gäste aus Niedersachsen erwischten den besseren Start und bestimmten mit sicherem Distanzwurfspiel zunächst das Geschehen. Vor allem Grant Sherfield traf früh von außen und verschaffte Braunschweig eine Führung nach dem ersten Viertel. Ulm tat sich offensiv schwer, blieb aber durch kämpferische Defensive im Spiel.
Defensive wird zum Schlüssel
Mit zunehmender Spielzeit fanden die Hausherren besser ihren Rhythmus – vor allem in der Verteidigung. Aggressiver Druck führte zu zahlreichen Ballverlusten der Braunschweiger. Zwar konnten die Gäste ihre Führung zur Pause behaupten, doch Ulm war nun deutlich präsenter und bereit für die Wende.
Ulm übernimmt das Kommando
Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Ulmer weiter. Bessere Entscheidungen im Angriff, Dominanz beim Rebounding und konsequent genutzte zweite Chancen brachten den Ausgleich. Kurz vor Ende des dritten Viertels ging Ulm erstmals in Führung – ein Wirkungstreffer, von dem sich Braunschweig nicht mehr erholte.
Schlussspurt im Hexenkessel
Im letzten Abschnitt zogen die Hausherren das Tempo an und entschieden das Spiel mit einem klaren 24:12-Lauf. Intensität, Physis und defensive Disziplin ließen den Gästen kaum noch Luft. Cheftrainer Ty Harrelson zeigte sich nach dem Spiel zufrieden:
„In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme ins Spiel zu finden. Gegen Ende konnten wir dann einige Fastbreaks erzielen. Der Fokus lag vor allem auf der Verteidigung und durch gutes Rebounding konnten wir dann überzeugen. Glückwunsch an meine Mannschaft und ein großes Dankeschön an unsere Fans, die mit ihrer lautstarken Unterstützung für eine besondere Stimmung gesorgt haben.“
Ledlum führt das Team an
Herausragender Akteur war Chris Ledlum, der mit 16 Punkten und 17 Rebounds ein starkes Double-Double auflegte. Unterstützung erhielt er von Mark Smith, Justin Simon und Mo Diakité, die ebenfalls zweistellig punkteten und den wichtigen Comeback-Sieg gemeinsam absicherten.


