Ein dezimierter Kader, defensive Nachlässigkeiten und zu viele Gegentore – der ESV Kaufbeuren musste am 45. und 46. Spieltag der DEL2 gleich zwei deutliche Niederlagen hinnehmen. Sowohl bei den Ravensburg Towerstars als auch zuhause gegen die Starbulls Rosenheim reichte eine zwischenzeitliche Aufholjagd nicht aus.
Deutlicher Einbruch in Ravensburg
Beim Tabellenvierten aus Ravensburg fehlten Trainer Leif Carlsson gleich zehn Akteure verletzungs- oder krankheitsbedingt. Zwar gelang Tyson McLellan im ersten Drittel noch der Ausgleich zum 1:1, doch im Mitteldrittel brachen die Joker komplett ein. Vier Gegentreffer binnen weniger Minuten sorgten früh für klare Verhältnisse.
Im Schlussabschnitt verkürzten Maximilian Hadraschek und später Nikolaus Heigl im Powerplay, doch mehr als Ergebniskosmetik war nicht drin. Die Towerstars kontrollierten die Partie und setzten sich letztlich verdient durch.
Aufholjagd gegen Rosenheim bleibt unbelohnt
Auch im Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim liefen die Joker früh einem Rückstand hinterher. Nach zwei Überzahltoren der Gäste und weiteren Treffern stand es zwischenzeitlich 0:4.
Im letzten Drittel zeigte Kaufbeuren jedoch Moral: Philipp Krening und Nikolaus Heigl brachten ihr Team mit Treffern zum 3:4 wieder heran. Doch Rosenheim konterte eiskalt, nutzte defensive Fehler konsequent aus und stellte den alten Abstand schnell wieder her. Ein später Powerplay-Treffer änderte nichts mehr am 4:7-Endstand.
Defensive Baustellen bleiben Thema
Trotz kämpferischer Phasen offenbarten die Joker in beiden Partien große Lücken im Defensivverbund. Insgesamt 14 Gegentore an zwei Spieltagen sprechen eine deutliche Sprache. Nun gilt es, schnell Stabilität zurückzugewinnen, um im Saisonendspurt konkurrenzfähig zu bleiben.


