Ein verheerender Brand am Samstagabend in Wulfertshausen forderte das Leben von rund 900 Schweinen. Die Kadaver konnten nicht wie üblich zur Tierkörperverwertung gebracht werden, da sie mit Brandholz, Dachplatten und Löschschaum durchmischt waren – eine Entsorgung auf herkömmlichem Weg war somit ausgeschlossen.
Suche nach einer Lösung unter Hochdruck
Bereits ab Sonntagmittag machten sich Landrat Dr. Klaus Metzger und sein Stellvertreter Manfred Losinger intensiv auf die Suche nach einer geeigneten Entsorgungsmöglichkeit. Unterstützung erhielten sie dabei vom Vorstand der Abfallverwertung Augsburg (AVA), Dirk Matthies, und dessen Team.
Zunächst wurden die angefallenen Brandreste vor Ort in Container verladen und teilweise zur AVA transportiert. Dort stellte sich jedoch heraus, dass eine thermische Verwertung der vermischten Abfälle im Müllheizkraftwerk der AVA nicht durchführbar war. In der Folge wurden zahlreiche andere Optionen geprüft.
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Kooperation bringt Durchbruch
Den entscheidenden Fortschritt brachte schließlich ein Gespräch am Mittwochmorgen. Landrat Dr. Klaus Metzger wandte sich gemeinsam mit der Regierung von Schwaben an die Vorsitzenden des Aufsichtsrats des AWV Nordschwaben. Die Landräte Stefan Rößle (Donau-Ries) und Markus Müller (Dillingen) zeigten sich kooperativ, sodass auf der Deponie Binsberg kurzfristig die nötigen Kapazitäten bereitgestellt werden konnten.
Große Erleichterung über Lösung
Am Mittwochnachmittag wurden die 15 Container mit dem Brandmaterial nach Binsberg transportiert. Landrat Dr. Metzger zeigte sich sichtlich erleichtert:
„Wir sind alle sehr froh, endlich passend entsorgen können, es wurde allerhöchste Zeit.“
Sein Dank galt allen Beteiligten: „Mein Dank gilt dem Team der AVA, der Regierung von Schwaben, dem AWV Nordschwaben und Stellvertreter Manfred Losinger.“





