Am frühen Sonntagmorgen, den 18. Januar, ereignete sich an der S-Bahn-Station München Hackerbrücke eine heftige körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen. Bei Ankunft der Bundespolizei schlugen mehrere Personen im Gleisbereich aufeinander ein. Vier Tatverdächtige wurden festgenommen und sollen dem Haftrichter vorgeführt werden.
Details zum Vorfall an der Hackerbrücke
Gegen 3:45 Uhr gerieten drei deutsche Jugendliche im Alter von 16, 17 und 19 Jahren mit einer mindestens sechsköpfigen Gruppe deutscher Staatsangehöriger in Streit, dessen Ursache bisher unbekannt ist. Die dreiköpfige Gruppe war zuvor aus einer S-Bahn der Linie S1 ausgestiegen. Auf dem Bahnsteig trafen sie auf die größere Gruppe, und ein Streit entwickelte sich zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Dabei stürzten mehrere Beteiligte ins Gleis und setzten die Auseinandersetzung dort fort.
Einsätze der Polizei und Verletzungen
Ein unbeteiligter 20-jähriger Zeuge rief die Polizei. Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Münchner Polizei zogen den 17- und den 19-Jährigen aus dem Gleisbereich, wo sie auf einen 35-jährigen Mann einschlugen. Beide wurden vor Ort festgenommen. Der 16-jährige Begleiter wurde wenig später in der Nähe festgenommen. Videoaufzeichnungen zeigten, dass der 35-Jährige zuvor ebenfalls massiv auf die Jugendlichen eingewirkt hatte und deshalb ebenfalls festgenommen wurde.
Der 35-Jährige erlitt mehrere Platz- und Schürfwunden am Kopf und an den Beinen. Ein 22-jähriger Mann, der schlichten wollte, zog sich schwere Augenverletzungen zu und wurde operiert. Ein weiterer Beteiligter, ein 25-Jähriger, verlor kurzzeitig das Bewusstsein und blieb reglos am Boden liegen. Auch er wurde ins Krankenhaus gebracht.
Ermittlungen und Aufruf an Zeugen
Alle vier Festgenommenen wurden zur Dienststelle der Bundespolizei gebracht. Der 35-Jährige erhielt nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen weitere medizinische Versorgung im Krankenhaus. Gegen die drei Jugendlichen wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch ermittelt. Der 35-Jährige steht unter Verdacht der Körperverletzung. Alle vier werden der Staatsanwaltschaft München I vorgeführt.
Die Bundespolizei bittet Zeugen der Auseinandersetzung oder Reisende, die die Gruppe eventuell zuvor in der S-Bahn bemerkt haben, sich unter der Telefonnummer 089 515 550-0 oder bei jeder Polizeidienststelle zu melden.



